April / Mai 2019 -  Ziel Kroatien

Am 18. April 2019 starteten wir früh in Richtung Aufsess, zum Brauerei-Gasthof Reichold, mit einem angeschlossenen Wohnmolstellplatz, den wir schon von einigen Besuchen zuvor kannten. Hier hatten wir uns mit Uschi und Jürgen, unseren spanischen Nachbarn aus dem vergangenen Winter in Conil, verbabredet hatten. In knapp fünf Stunden hatten wir die Strecke bewältigt und fanden, dank der Hilfe der beiden Vorgenannten auch noch einen freien Stellplatz.

Aufsess ist der Ort mit der größten Brauereidichte in Deutschland. Schafft man an einem Tag alle umliegenden Brauereien, gibt es am Abend das Brauerei-Diplom vom Chef. Nachfolgend einige Eindrücke aus der Umgebung und den Brauereien.

Nach drei Nächten verliessen wir Aufsess in Richtung Österreich Au an der Donau, wo wir uns den gleichnamigen Campingplatz als Übernachtungsplatz ausgesucht hatten. Der Campingplatz liegt direkt am Donauradweg und bietet alles was der Mensch so braucht. Die Umgebung ist kein Highight, ebenso die umliegende Gastronomie. Besonders unfreundlich und qualitativ schlecht war es im Gasthof Mühlviertlerhof, künftig für uns ein NO GO!

Gleich am nächsten Morgen ging's weiter Richtung Papa in Ungarn, wo wir unseren Körpern im Thermalbad etwas gutes tun wollten. Wir fanden einen perfekt eingerichteten Campingplatz vor, ausgestattet mit allen Einrichtungen von Sanitär bis Waschmaschine und gutem Restaurant. Für eine Tagespauschale von € 30,--erhält man neben den Übernachtungsgebühren uneingeschränkten Zugang zum angrenzenden Thermalbad und dessen umfangreichen Einrichtungen, wie diversen Innen- und Außenbecken, diversen Wasserrutschen und Spielplätzen für Kinder. Indem zum Campingplatz gehörenden Restaurant haben wir einige Male gut gegessen. Diesen Platz kann man nur empfehlen. Einige Fotos folgen.

Nach wiederum drei Nächten steuerten wir Kroatien an. Die Autobahn zu erreichen war nicht so einfach, da die Nebenstrassen in Ungarn ungeheuer schlecht sind. Kroatien erreichten wir beim Grenzübergang Letenye und von da an wurden die Strassenverhältnisse erträglich. Wir nahmen die Autobahn Richtung Zagreb und dann steuerten wir Karlovac an. Hier hatten wir uns als Übernachtungsplatz den Campingplatz Slapic ausgesucht. Ein Volltreffer, um es vorweg zu nehmen. Inmitten, teilweise unberührter Natur, fanden wir einen Platz ohne Parzellierung mit allen Einrichtungen, tadellosem Sanitär, Kanuverleih für den angrenzenden Fluß, und vor allen Ingen sehr freundlichem Personal. Hervorzuheben ist das auf dem Platz befindliche Restaurant, das uns animiert hat, nicht nur eine, sondern zwei Nächte zu bleiben. Fotos folgend:

Nach, wie zuvor beschriebenen zwei Nächten, ging's weiter zum nächsten Etappenziel Camping Darinka in Prilvaka, ca. 10 km nördlich von Zadar. Den Platz, der von einem 83-jährigen Mann geführt wird, kannten wir aus dem Vorjahr. Da uns dort die Ruhe so gut gefallen hat, haben wir ihn noch  einmal angesteuert. Wir wollten auch nur 2-3 Nächte bleiben, dann sollte es weiter nach Süden gehen. Bei der Ankunft waren wir die einzigen Gäste auf dem ca. 10-12 Gespanne fassenden Platz. Nichts hatte sich verändert.  Die Sanitäranlagen waren genauso bescheiden wie im Jahr zuvor - aber uns hat es gefallen. Wir parkten das Wohnmobil in der ersten Reihe, mit den Vorderrädern fast im Meer. Nach zwei Tagen erschienen auch unsere niederländischen Nachbarn aus dem Vorjahr Dirk und Silvia.

 

Mit unseren Mobilisten machten wir täglich Radtouren in die Umgebung. Da die Mobilisten besonderer Erwähnung bedürfen, hänge ich hier mal einen Link zu YouTube an. Das sind ideale E-Bikes für Wohn-Mobilisten.

 

Unser Mittagessen nahmen wir an zehn aufeinander folgenden Tagen im Restaurant Sokol in Nin ein. Die Freundlichkeit und Qualität hat uns immer wieder hierhin gezogen, was darin gipfelte, dass wir am zehnten Tag unsere Abreise für den nächsten Tag angekündigt hatten, die Rechnung nicht bezahlen mussten und Gäste des Hauses waren. Danke nochmals an dieser Stelle.

Nach 11 Nächten auf dem Campingplatz Darinka machten wir uns auf den Weg, nicht wie geplant weiter nach Süden, sondern wieder langsam nordwärts, weil die Wetteraussichten nicht besonders günstig waren. Eine gute Entscheidung wie sich später herausstellte. Es folgten Unwetter mit heftigen Überschwemmungen.

Venedig wollten wir uns noch einmal für einen Tag anschauen und hatten uns hierzu den Agricampeggio Mose, Via Monte Grappa 2, in Cavallino-Treporti als Etappenplatz für zwei Nächte ausgesucht. Der Platz liegt abseits und bietet eigentlich nichts. Hier gibt es Differenzen zwischen dem Internetauftritt und der Realität. Der Preis  von € 20 / Nacht hingegen ist angemessen für die Nähe zu Venedig. Unser negativer Eindruck wurde vielleicht durch den Dauerregen beeinflusst. Venedig haben wir daher gecanceled und uns gleich am nächsten Morgen auf den Weg nah Südtirol gemacht, wo uns besseres Wetter erwarten sollte.

Camping Steiner in Leifers bei Bozen hatten wir als Ziel in unseren TomTom eingegeben. Entgegen aller Befürchtungen waren ausreichend Plätze verfügbar und wir checkten auf einen großen Komfortplatz ein, eigentlich auch nur für zwei bis drei Nächte, aus denen dann aber auch wieder sieben wurden. Auf diesen Platz kommen wir seit 1992 immer mal wieder, wenn wir in Südtirol sind. Aktuell wird dort ein neues Hallenbad gebaut, das im Juli fertig sein soll.

 

Auch hier haben wir ein Stammlokal, die Trattoria San Leonardo im Nachbarort Branzolo, mit dem Fahrrad in ca. 15 Minuten Fahrt durch Obstgärten zu erreichen. Hierüber hatten wir schon in unserem Reisebericht "Berge" 2017 berichtet. Ehrliche Küche, ohne Speisekarte, der Chef zählt auf was es gibt. Was serviert wurde war wieder ausnahmslos sehr gut. Mit Wein, Wasser und drei Gängen und einem abschließenden Espresso kostete unser Menü an jedem Tag für zwei Personen € 30,--. Das ist eine klare Empfehlung!

Langsam rief die Heimat wieder. Nach vielen Jahren haben wir mal wieder den Brenner für den Weg nach Norden genutzt. Das Etappenziel war der Stellplatz von Christa und Herbert Steiner, Almfischer, Übersee am Chiemsee, über den wir auch schon früher mehrfach berichtet haben. Zwischenzeitlich stehen hier 50 - 60 gut ausgestattete Stellplätze zur Verfügung. Immer wieder schön und freundlich und wir hatten Glück, es gab mal wieder Räucherforellen mit Kartoffelsalat.

Als letzte Station auf dem Heimweg bot sich wieder der kleine Campingplatz von Hedwig und Roland Scheiner in Zimmern am Main an, den wir auch schon seit vielen Jahren als Etappenplatz, aber auch schon für Langzeitaufenthalte, genutzt haben. Hier sitzt man bei gutem Wetter auf der schönen Terrasse, genießt den Blick auf Burg Rothenfels, bekommt dazu gute Hausmannskost und ein kühles Bier. Der Main-Radweg führt mitten durch den Campingplatz und lädt in beide Richtungen zu schönen Radtouren ein. Auch über diesen Platz hatten wir in früheren Reiseberichten schon ausführlich berichtet.

Am19. Mai 2019 trafen wir wohlbehalten wieder zu Hause ein. Unserem Schutzengel sei dieser Stelle gedankt!