Mai 2022 - "Ziellos"

 

Am 2.5.2022 sind wir, wie geplant, gegen 9:00 Uhr gestartet,

 

 

mit dem Ziel Marktheidenfeld. Das Wetter war gut, es schien die Sonne und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir den Stellplatz in Marktheidenfeld, auf dem noch ausreichend Platz war.

 

 

Zum Abendessen war es noch zu früh, also erst einmal in die örtliche Eisdiele auf einen Cappuccino, zu erschwinglichen € 1,80. Die Eisbecher hingegen waren nicht mehr unter € 10,-- zu haben. Das kann eigentlich nichts mit dem Ukraine-Krieg zu tun haben.

 

 

Während wir am Mainufer warteten, dass die Zeit zum Abendessen verstreichen möge, zog ein riesiger Kreuzfahrer unter Schweizer Flagge an uns vorbei.

 

 

Um 17:00 Uhr öffnete unser Lieblingslokal in Marktheidenfeld, das Bräustüble. Wir hatten Glück - es war fast alles reserviert im Biergarten – und wir bekamen noch einen kleinen Tisch für zwei Personen. Das Essen hat uns entschädigt, Schäufele mit Klößen für Agnes und Spargel mit Schnitzel (2) für mich, die so groß waren, dass sie nicht aufs Foto passten.

 

 

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen (3.5.2022) weiter. Das Etappenziel hieß Oberschwarzach-Breitbach. Hier bietet das Gasthaus Zur Traube sechs kostenlose Wohnmobilstellplätze an.

 

 

Kaum waren wir auf dem Weg zur Terrasse des Gasthauses hatte Agnes schon mit dem Küster der kleinen Kirche „St. Johannes Baptist“, gegenüber dem Gasthaus, Freundschaft geschlossen. Der gute Mann fuhr auch gleich nach Hause, um den Schlüssel für die Kirche (erbaut 1757), zu holen, als er Agnes Interesse erkannte.

 

 

In der Kirche, berichtete er, habe bis vor Kurzem eine spätgotische Schnitzfigur der Anna selbdritt (um 1510), die Tillmann Riemenschneider zugeschrieben wird, gestanden, die jedoch jetzt aus Sicherheitsgründen gegen eine Kopie ausge-tauscht worden sei. Nach einem Bier mit dem Küster gab's Mittagessen -

 

Fränkische, grobe Bratwurst mit Kartoffelsalat für mich und Schweinebraten mit Bärlauch-Spargel für Agnes. Gut gemacht das Ganze.

 

 

 

 

Die Nacht war ausgesprochen ruhig hinter dem Gasthof. Nur ein Mobil hatte sich noch zu uns gesellt.

 

Als ich unsere bisherigen Erlebnisse in den Laptop eingeben wollte, ließ sich plötzlich die Klappe, hinter der sich der Laptob verbarg, nicht mehr öffnen. Auch sanfte Gewalt half hier nicht. Na ja, heute geht’s ja weiter zu Morelo, die werden schon wissen, wie das Teil zu öffnen ist. Direkt nach der Ankunft habe ich über dieses Problem kurz per Email berichtet. Unmittelbar danach der Anruf des Service-Leiters „sofort hochkommen“. Gemacht, getan und in wenigen Minuten war ein neues Klappenschloss eingebaut – Super Service.

 

Das macht hungrig. Wie schon Tradition, auf zum Gasthof „Zum Storch“.

 

 

Agnes hat sich nach dem Essen ins PUMA-Outlet-Center auf den Weg gemacht und ist prompt im Gewitter gelandet und kam patschnaß nach Hause.

 

5. Mai 2022

Heute sollen nun alle Restmängel beseitigt werden. Pünktlich um 7:00 Uhr standen wir vor dem Service-Center.

Der Hof stand voll mit Fahrzeugen. Erschreckend, im hinteren Bereich standen gut 50 Fahrzeuge für die die Klappen fehlten und die somit nicht ausgeliefert werden können.

Nachdem wir in der Lounge gefrühstückt hatten und mit einigen Leidensgenossen ein paar Erfahrungen ausgetauscht hatten machten wir uns mit den Rädern auf nach Schlüsselfeld. Nach ausgiebiger Stadtrundfahrt landeten wir im Biergarten der Brauerei Stern und genehmigten uns auch eins der angeboteten Biere. Wie in alten Zeiten, Selbstbedienung und das Bier wird durch einen Schalter rausgereicht.

Nachdem wir uns zuvor bei unserem Lieblingsmetzger Hermann

eingedeckt hatten mußten wir zum Gasthof Storch nur noch die Strasse überqueren und schon gab's was gutes Essen.

 

So gestärkt machten wir uns auf den Rückweg zum Schlüsselberg und setzten das Warten auf unser Mobil fort. 16:00 Uhr - Feierabend, aber unser Mobil war nicht fertig. Die neue Microwelle war noch nicht final angeschlossen, der Fehler in der Außenbeleuchtung auch noch nicht gefunden und der Mensch der den Teppichboden ausmessen sollte war nicht erschienen. Also morgen früh wieder um 7:00 antreten zur Fortsetzung der Arbeiten. Na ja, kann man nichts machen.

 

Pünktlich am nächsten Morgen standen wir wieder vor "unserer" Halle und es wurde pünktlich mit den Arbeiten begonnen. Gleiches Procedere wie am Vortag, Frühstück in der Lounge und dann warten, warten, warten. Gegen 12:30 dann die erlösende Nachricht - alles fertig. Die Information, dass es sich bei allen Arbeiten um Garantiemängel handelte war nicht bis zum Service-Mitarbeiter durchgedrungen, und er legte uns eine Rechnung von etwas mehr als € 3.000 vor. Das Mißverständnis konnte ausgeräumt werden. Aber ein solcher Preis für eine Microwelle ist schon ein wenig befremdlich. Kurze Einweisung in die neue Technik und gegen 14:00 Uhr konnten wir dann wieder fahren. Wir entschlossen uns, noch einen Tag auf dem Morelo Stellplaptz zu bleiben und erst morgen weiter zu fahren.

7.5.2022

Blauer Himmel, strahlende Sonne schon morgens um 6:00 Uhr. Das läßt hoffen. Jetzt geht's an die neue Heißluft-Microwelle. Die Brötchen reingelegt, die Temperatur auf 200° eingestellt und die Zeit auf 13 Minuten. Perfektes Ergebnis - knusprige Brötchen!

 

Gleich soll es weiter gehen nach Lisberg zum Gasthof Altes Kurhaus - Empfehlung eines Morelo-Fahrers. Dort soll es neben guter Küche auch 16 Stellplätze geben.

 

Es gab nur ca. 10 Stellplätze aber tatsächlich eine ausgezeichnete Küche.

 

 

Von zwei Morelo-Kollegen, die uns ansprachen, bekamen wir den Tipp uns mal den Wohnmobilhafen Bischberg (250 Stp.) anzuschauen.

 

Von dort könne man schön mit dem Rad entlang dem Main bis in die Bamberger Altstadt radeln. Das wollen wir morgen dann mal machen.

 

8.5.2022

Schön früh am Morgen starteten wir in Richtung Reisemobilhafen Bischberg, der nur ca. 8 km von Lisberg entfernt ist. Ein wirklich schöner Stellplatz, direkt am Main gelegen für rd. 250 Fahrzeuge, die alle auf ausreichend dimensionierten Parzellen Platz finden.

 

Schnell waren die Räder herausgeholt und es ging über den gut ausgebauten Radweg, immer entlang dem Main, in die Altstadt von Bamberg, die ca. 7 km entfernt von Bischberg ist.

 

 

Zunächst gab es eine ausführliche Stadtrundfahrt durch alle Altstadtgassen und über zahlreiche Brücken.

 

 

Trotz der recht frühen Stunde herrschte in der Altstadt schon Touristenbetrieb, meist angeführt von Stadtführern, die die historischen Details lautstark erklärten und immer wieder auf die dreizehn in Bamberg ansässigen Brauereien hinwiesen.

 

So genehmigten wir uns erst einmal einen Cappucciono im Biergarten des Hotels Brudemühle, einem alten Traditionshaus in Bamberg.

 

 

Nach einigen weiteren Altstadt-Kilometern haben wir dann im Innenhof des alten Dominikanerklosters, das heute den Gasthof Schlenkerla beherbergt, einen kurzen Frühschoppen mit einem „Fastenbier“ eingelegt.

 

 

Zu Mittag wollten wir dann in unserem Bamberger Lieblingsrestaurant Sternla essen. Schade, es war vollständig ausgebucht, alles war reserviert. Wir entschieden uns dann zurück nach Bischberg zu fahren und dort im Brauerei-Gasthof Sonne zu mittag zu essen.

 

 

Morgen wollen wir nach Beratzhausen weiter fahren zum Landgasthof Friesenmühle, der auch einige Wohnmobilstellplätze anbietet.

 

Der Abend brachte dann eine neue Überraschung. Alarm, Starterbatterie 0,1.V. Fehler war so nicht zu finden, also am nächsten Morgen wieder zurück nach Schlüsselfeld.

 

9.5.2022

Wir starteten gleich morgens früh zurück nach Schhlüsselfeld. Man kennt uns mittlerweile. Aber Gott sei Dank, der Fehler war schnell gefunden. Zwei Sicherungen wurden getauscht und alles funktionierte wieder.

 

Nachdem wir noch einmal entsorgt und das Auto gewaschen hatten, gings Richtung Beratzhausen zum Landgasthof Friesenmühle, den wir gegen 12:00 erreichten.

 

Idylle pur, können wir nur sagen. Umgeben von Bäumen, durchflossen von der Schwarzen Laber liegt dieser Gasthof mit einem wunderschönen Innenhof und Biergarten. Auch das Mittagessen verdient Erwähnung, die besten Schäuferla, die wir je hatten.

 

Ein weiteres Wohnmobil mit österreichischer Besatzung hat sich noch zu uns gesellt. Am Abend haben wir im Biergarten noch einige Gläschen geleert und Erfahrungen ausgetauscht. Man wird sich sicher einmal wiedersehen.

10.5.2022

Über Landstrassen fuhren wir heute Richtung Chiemsee. Wir hatten uns wieder beim Stellplatz Steiner in Übersee angemeldet. Der Weg zog sich hin, so dass wir erst gegen 15:00 unser Ziel erreichten, aber die vorbeiziehende Landschaft hat uns entschädigt.

11.5.2022

Mit Kaisersemmeln, frisch und pünktlich geliefert von Christa begann ein schöner Tag bei strahlendem Sonnenschein. ALDI in Grassau war angesagt. Agnes hatte sich in Bettwäsche verliebt, die unbedingt gekauft werden mußte. Bettwäsche macht hungrig. Und so radelten wir gleich weiter zum Gasthof Ott und haben dort im Biergarten sehr gut zu Mittag gegessen.

Als wir zum Stellplatz zurück kamen, waren Uschi und Jürgen Koza auch angekommen und standen direkt vor uns. Der Nachmittag dauerte bis um Abend und war "recht heiter". Fotos existieren Gott sei Dank nicht.

12.5.2022

Heute hoffe ich auf einen Friseurtermin. Mal sehen ob's was wird. Es wurde nichts, Wartezeit 2 Wochen.

13.5.2022 (Freitag)

Heute ist Regen und Gewitter angesagt. Trotzdem wagen wir es mit dem Rad zum Hinterwirt zum Mittagessen zu fahren. Biergarten geöffnet, die Sonne scheint, doch plötzlich bricht das angekündigte Gewitter herein, als wir gerade mit dem Essen fertig waren. Um nicht nass zu werden, warteten wir an der Theke den Schauer ab. Offensichtlich um unsere Gesundheit besorgt, schüttete der freundliche Kellner mir einen Kräuterlikör ein. Schür-Hakl hieß das Gebräu.

Den 56%igen Alkoholgehalt hatte er verschwiegen und freute sich diebisch wie ich mich schüttelte als das Zeug den Schlund entlang lief.

14.5.2022

Morgen ist Abreise angesagt, es steht Entsorgung auf dem Stundenplan. Mittags noch einmal gut gegessen im Mühlwinkl und, oh Wunder, meine Fahrradtasche, die ich im Oktober 2021 dort vergessen hatte, war noch da. Selbst die Zigaretten waren noch drin. Da gab's Finderlohn für die nette Kellnerin.

15.5.2022

Nach dem Frühstück Abreise Richtung Kärnten. Schnell war die Felbertauernstrasse erreicht und der Tunnel passiert.

Gegen Mittag erreichten wir Oberdrauburg, unser Tagesziel. Der Campingplatz erwies sich als sehr schön. Nur zu Essen gab es nur etwas am örtlichen Imbis - also Currywurst mit Pommes rot weiß. Das Wetter war schwül und es gewitterte am späten Nachmittag.

16.5.2022

Zum ersten Mal nutzten wir morgens wieder mal die Sanitäranlagen eines Campingplatzes. Unmittelbar nach dem Frühstück ging's los Richtung Klagenfurt zu IVECO, denn wir hatten wieder mal einige Störungsmeldungen. Auf dem Weg dorthin passierten wir Döbriach und wir bekamen nostalgische Gefühle, denn vor 48 Jahren hatten wir hierher unsere "Nach-Hochzeitsreise" gemacht. Selbst den Gasthof zur Post, in dem wir damals immer gegessen haben, gab es noch, nur jetzt in etwas modernerer Aufmachung - Generationenwechsel! Aber das Essen war heute genau so gut wie damals.

Vorher noch eine Radtour entlang dem See bis

17.5.2022

Über Klagenfurt und einen Kurzbesuch in der örtlichen IVECO-Werkstatt geht es weiter in Richtung Unterschwarza zum "Dorfheurigen/Oliver kocht". Der Wohnmobilstellplatz, den wir aus vielen Besuchen zuvor bestens kennen, hat sich nicht wesentlich verändert, nur der Preis liegt jetzt bei € 18 / Nacht incl. Strom, V + E, Dusche.

Wir hatten ihn fast für uns allein. Nur in den Abendstunden kamen eingie Wohnmobile dazu.

Der Biergarten war schön wie eh und je

und wir haben wieder mal ausgezeichnet gegessen.

Und nach dem Essen gesellte sich noch Seniorchefin Rigi (83) zu uns und wir hatten bis zum Einbruch der Dunkelheit Gelegenheit über Aktuelles und Vergangenes zu plauschen.

Unsere Rigi
Unsere Rigi

18.5.2022

Die Nacht war ruhig. Das Wetter am Morgen war wunderschön, und wir konnten schon vor dem Mobil frühstücken. Am späteren Vormittag stiegen wir auf die Räder und machten uns auf ins ca. 10 km entfernte Mureck. Erster Anlauf war die Sparkasse, zweiter der Friseur im benachbarten Slowenien (die Flussmitte der Mur bildet hier die Grenze).

Kurzer Abstecher zur Schiffsmühle in Mureck

Schiffsmühle Mureck
Schiffsmühle Mureck

und weiter zur Murfähre Weitersfeld, die uns, nur durch die Strömung angetrieben, auf die slowenische Seite übersetzte.

Unmittelbar neben der Murfähre auf slowenischer Seite hatten wir das Restaurant mit dem unaussprechlichen Namen Okrepcevalnica Brod entdeckt. Ein gemütliches Holzhaus mit schöner Terrasse, freundlicher Bedienung und vor allem einer Speisekarte, die der aktuellen Inflation trotzt. Die Halbe Bier gibt's noch für € 2,50, Agnes Forelle für € 10 und meine Cevapcici für € 7 und das in sehr guter Qualität. Das wird wohl noch einmal unser Ziel werden.

 

19.5.2022 - Buschenschank-Tag

Das Wetter ist wieder prächtig. Also machen wir uns auf, die umliegenden Buschenschänken zu besuchen. Der Weg führt uns zunächst nach Seibersdorf zum Buschenschank "Zur Laube".

Wir wurden freundlich von der Wirtin empfangen, stellten aber schnell fest, dass es sich mehr um ein Restaurant als um einen Buschenschank handelt. Das Ambiente im Innenhof war ansprechend, die Preise weniger. Die Qualität der Brettljause war auch nicht das, was man in einem Buschenschank erwartet. Alles kam uns von HOFER (Aldi) recht bekannt vor. Beim nächsten Mal werden wir den auf der anderen Strassenseite beheimateten Buschenschank Luttenberger besuchen, der leider erst später öffnete.

Gezielt fuhren wir anschließend nach Gersdorf zum Buschenschank Schweiger, den wir aus früheren Besuchen schon kannten. Schon an der Speisekarte erkennt man, dass es sich um einen echten steirischen Buschenschank handelt.

Die Literflasche Zweigelt zu € 9,--, das Wasser dazu für 20 Cent und die Brettljause für € 7,80. Das ist die Süd-Steiermark, wie wir sie seit Jahren kennen.

20.5.2022

Erholung von den Brettljausen. Es war sehr warm und schwül. Wir schonten uns.

21.5.2022

Eigentlich wollten wir heute weiterfahren, entschlossen uns aber, noch einen oder zwei Tage zu bleiben. Heute erwarten wir gegen Mittag Gewitter. Und während wir so warten, kracht es plötzlich neben uns heftig. Älterer Hymer schon durch Tesa-Power Band zusammengehlten, Frau am Steuer, Stromkasten lag flach, Schaden am Fahrzeug heftig, eine weitere Rolle Tesa und dann ging es weiter Richtung Griechenland,

22.5.2022

Abreise gegen 11:00, getankt für € 1,66/l, Zigaretten zu € 4,60, durch Slowenien teilweise über Landstrrassen und wunderschöne Landschaften.

Gegen 15:00 Uhr erreichten wir unser Etappenziel Camping Slapic in Duga Resa bei Karlovac. Natur pur, an einem Fluss gelegen, ohne Parzellierung.

So eine lange Anreise macht natürlich hungrig. Das Restaurant auf dem Campingplatz war uns ja bereits bekannt. So viel die Auswahl Leicht, Pivo(€2,50 der halbe Liter, gemischte Fleischplatte (€ 25,--). Wir mussten etwas einpacken lassen; das gab's noch nie.