Frühsommer 2012 "Berge & Kroatien"

 

Pünktlich, wie geplant, sind wir am 2.05.2012 zu unserer Frühsommertour "Berge" gestartet.

 

Die erste Station hieß Limburg an der Lahn. Dort wollte sich Kloft-Retarder davon überzeugen, dass sie wirklich Schuld haben an dem seit zwei Jahren immer wieder auftretenden Fehler in der IVECO-Elektronik. Sie hatten! Und das haben sie auch unumwunden eingeräumt und übernehmen nun auch die Kosten von > € 600 für die Fehlersuche bei IVECO-Wolters, Geldern, entstanden waren. Ende gut, alles gut

Fahrradauszug by chrismotec
Fahrradauszug by chrismotec

 

3.5.2012: Die zweite Station hieß Polch. Dort sollte zunächst unser neuer Fahrradträger durch Chrismotec montiert werden und parallel die Restmängel durch Niesmann-Caravaning behoben werden. Alles lief wie am Schnürchen, somit waren wir einen Tag früher fertig als geplant und konnten am Morgen des 3.5. Richtung Süden starten.

 

Am frühen Nachmittag trafen wir in Kitzingen am Main ein. Die Sonne schien und lud noch zu einer Radtour ein. Abschluß bildete unser Abendesssen im Biergarten des Gasthauses "Goldene Gans", unmittelbar am Main gelegen, mit Blick auf den Mainkai von Kitzingen. Der Wohnmobilstellplatz liegt ausgesprochen schön, direkt am Mainufer in fußläufiger Entfernung zur Altstadt und bietet für € 7 plus Strom alles was der Wohnmobilist so braucht, einschließlich der Brötchen direkt am Platz.

Blick auf Kitzingen vom Stellplatz
Blick auf Kitzingen vom Stellplatz

 

Am 4.5. stand die erste größere Radtour an. Vom Ausgangspunkt Kitzingen ging es zunächst nach Mainstockheim, wo wir einen ebenfalls wunderschön gelegenen Wohnmobilstellplatz direkt am Mainufer entdeckt haben. Der Platz bietet sicher für 50 Mobile Platz, Strom, V+E ebenfalls vorhanden.

 

Von Mainstockheim führte uns der Mainradweg nach Dettelbach und weiter durch die Weinberge mit einigen beachtlichen Höhenmetern bis in die Mainschleife nach Escherndorf. Dort haben wir uns mit der Fähre nach Nordheim übersetzen lassen und sind dann auf der anderen Mainseite wieder zurück nach Kitzingen geradelt. Am Ende hatten wir 50 km auf der Uhr, für uns schon recht stattlich, wie wir fanden.

 

6.5.2012: Unser nächstes Ziel hieß Treuchtlingen. Auf dem Weg dort hin haben wir Wicklesgreuth bei Ansbach angesteuert, um unserer "Conil-Freundin" Irmgard Wiese einen kurzen Besuch abzustatten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einer urigen fränkischen Kneipe gings dann nach Treuchtlicngen auf den Wohnmobilstellplatz. Wunderschön angelegt, nahe beim Zentrum, aber leider total verregnet und keine Aussicht auf Besserung. Also beschlossen wir gleich am nächsten Morgen weiterzufahren nach Erding. Auch dieser Platz sehr schön angelegt; aber leider immer noch kein besseres Wetter! Somit gleich weiter gefahren nach Bad Griesbach, auf den Stellpllatz beim Campingplatz, den wir schon aus dem vergangenen Jahr kannten. Das Wetter wurde besser und wir hatten Gelegenheit uns mal Bad Griesbach anzuschauen. Nicht weiter erwähnenswert der Ort; man muß nicht dort gewesen sein. Die Verpflegung im Restaurant des Campingplatzes jedoch verdient besondere Erwähnung.

 

Nach zwei Nächten in Bad Griesbach sind wir am Morgen des 8.5. bei strahlendem Sonnenschein aufgebrochen in die Wachau und haben in Rossatzbach (gegenüber von Dürnstein) einen tadellosen Stellplatz mit angeschlossener kleiner Gastronomie (leider erst ab 25.5. geöffnet) vorgefunden. Donaublick, Sanitäranlagen, V+E und Strom (Preis € 12 /Nacht komplett) alles vorhanden, unmittelbar am Donauradweg gelegen. Gleich nach der Ankunft wurden die Räder rausgeholt für eine erste kleinere Erkundungstour. Nach ca. 5 km haben wir gleich den ersten Heurigen Bernd Pulker, direkt an der B 33, ausfindig gemacht. Ein wunderschöner Gastgarten, guter Wein und eine perfekte Brotzeit, serviert von Bernd Pulker und Alexandra Ully waren ein äußerst positives Erlebnis. Daher fiel diese Radtour etwas kürzer aus als die, die am nächsten Morgen folgen sollte.

 

9.5.: Von Rossatzbach ging es über Mauthern nach Stein und von dort nach Krems in die Altstadt zu meinem Lieblingstabakladen für eine neue Pfeife. Nach einem kurzen Abstecher auf den Campingplatz Krems gings auf der anderen Donauseite über Unterloiben und Oberloiben nach Weißenbach und von dort mit der Fähre aufs andere Donauufer wieder Richtung Wohnmobil, natürlich mit einem Stop beim Heurigen Bernd Pulker. Am Ende hatten wir 35 km auf der Uhr.

Feste Dürnstein
Feste Dürnstein

 

Dezember 1192 bis März 1193: wurde Richard Löwenherz auf der Burg Dürnstein gefangen gehalten[4], wobei nicht mehr festzustellen ist, ob er in der heutigen Ruine Dürnstein, im Tal oder auf einer nicht mehr existierenden Nebenburg gefangengehalten wurde. Quelle: Wikipedia 

 

Am 10.5. sind wir gleich in der Früh aufgebrochen zur nächsten Radtour. Das Wetter lud geradezu dazu ein. Heute ging es in die Gegenrichtung - Melk. In Spitz haben wir uns übersetzen lassen ans andere Donauufer, haben dort einen Cappuccino genommen und sind dann über Sankt Michael, Weißenbach, DürnsteinOberloiben, Unterloiben bis nach Stein geradelt. Von dort über die Brücke nach Mauthern und dann nach Mauthernbach. Im Garten des Gasthof Siedler (sehr zu empfehlen) haben wir eine kurze Rast eingelegt, natürlich nicht ohne einen Backhendlsalat zu essen. So gestärkt zurück zum Stellplatz - 40 km - und die Aussicht auf eine weitere gute Brotzeit am Abend bei Pulkers.

 

Am 11.5. haben wir Rossatzbach verlassen mit Ziel Retz im Weinviertel.

 

Aber sowohl der Stellplatz im Ort als auch außerhalb beim Winzer Winter in Unterretzbach (hier allein schon die Zufahrt) haben uns nicht zugesagt und wir haben uns entschlossen direkt nach Klosterneuburg weiterzufahren, von wo aus wir Wien per Rad besuchen wollen. Auf dem Weg nach Klosterneuburg habe ich dann den "Weißen Riesen" beim Drehen rückwärts vor einen Laternenpfahl gesetzt, was leichte Blessuren am hinteren Stoßfänger zur Folge hatte.

 

Für den 12.5. ist ab mittags Regen angesagt, so dass wir keine besonderen Pläne gemacht haben. Die Radtour nach Wien haben wir zunächst einmal verschoben.Statt dessen haben wir uns mit unseren netten Nachbarn aus Gennep/NL auf ein paar Gläschen Wein zusammengesetzt

Camping Klosterneuburg
Camping Klosterneuburg

Am 13.5. war das Wetter so, dass wir eine Tour mit dem Rad nach Wien gewagt haben. Bis in die Innenstadt waren es mal gerade 15 km. Scharen von Touristen drängten sich um den Stephansdom und in der Innenstadt. Nach einigen Runden durch den 1. Bezirk und einem großen Braunen bei Julius Meinl sind wir dann wieder zurück geradelt nach Klosterneburg.

Um pünktlich am 14.5. bei Thomas & Ulli in Unterschwarza anzukommen mußten wir uns jetzt sputen und haben sogar die Go-Box aufladen lassen, um ausnahmsweise die Autobahn nutzen zu können. Die Fahrt war störungsfrei und wir waren am frühen Nachmittag vor Ort. Es war Ruhetag, so dass wir zum Abendessen ausnahmsweise mal ausweichen mußten.

Am 15.5. schien schon früh die Sonne, so dass wir im Freien frühstücken konnten. Anschließend machten wir uns mit dem Rad auf den Weg nach Gamlitz, über Gerstorf, Vogau, und Ehrenhausen. Nach einem großen Braunen und einem Cappuccino im Café neben dem Gamlitzerhof, wo wir auch noch Thomas' Bruder Rudi kennen gelernt haben, ging es dann zurück über Ehrenhausen und Spielfeld nach Unterschwarza. Das weiterhin schöne Wetter haben wir genutzt für ein sit-in in Thomas' Gastgarten bis hin um Abendessen. Erwähnenswert die Sacherschnitte (Foto). Man erkennt deutlich Olivers Handschrift, der die Speisekarte ein wenig modernisiert hat. Die Backhendln blieben Gott sei Dank unangetastet.

 

Der 16.5. war kalt und verregnet, so dass wir uns gepflegt haben.

 

Am 17.5. war es schon wieder etwas freundlicher, aber noch recht kalt. Wir haben ein wenig gefroren auf den Radln auf unserem Weg zum Friseur hinter den ehemaligen "eisernen Vorhang".

 

 

Für Strähnchen nach Slowenien
Für Strähnchen nach Slowenien

 

Für die Kälte entschädigt wurden wir durch Backhendln und  Schokotörtchen.

Der 18.5. war dann schon wieder ein richtiger Sonnentag bei über 20°, den wir für eine größere Radtour nach Leibnitz (45 km) genutzt haben.

Stärken konnten wir uns anschließend bei Makrelenfilet auf Erbspürree zubereitet von Ullis Sohn Oliver (s.o.). Er arbeitet am ersten Stern.

 

Unübetroffen bis jetzt ist unsere Radtour am 19. Mai von Unterschwarza über die Murbrücke in Mureck nach Slowenien und auf slowenischer Seite über Apache (Abstall) nach Bad Radkersburg und von dort auf österreischer Seite über den Murradweg wieder zurück nach Unterschwarza. 70 km standen am Ende auf dem Tacho und genau so fühlte sich das auch an.

Den folgenden Sonntag mussten wir uns dann schonen und die nächsten beiden Tage brachten Regen. Der 23. und 24. Mai waren dann recht schwül, so dass wir uns entschlossen doch noch nach Kroatien zu fahren. Istrien sollte es werden, um nicht zu weit nach Süden zu müssen.

 

Unerreicht aber ist der Abschied, den uns das Team vom Dorfheurigen bereitete. Ein festlich eingedeckter Tisch, Prosecco und Schokolade spendiert von Elisabeth und ein komplettes Menue mit Grillplatte und Schokotörtchen bis zum Kaffee hatte sich das Dorfheurigenteam einfallen lassen. Ganz großes Kino! Wir waren zutiefst gerührt über so viel Zuneigung und Freundlichkeit. Allen an dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank! Thomas & Ulli, Euch weiter so gute Geschäfte - ihr macht das großartig. Elisabeth, dir viel Glück. Sandra, dir alles Gute für die Geburt im Juli. Und dir Oliver, greif nach den Sternen - du bist auf einem guten Weg! Grüsse auch an dich Anton - du alter Holzwurm.

 

 

 

Wie geplant ging es dann am 25. Mai Richtung Porec in Istrien - Campingplatz Zelena Laguna hieß das Ziel. Die Fahrt verlief gut, das Wetter war angenehm, der CP riesig groß, so dass das Suchen eines Platzes schon zur Tortur wurde. Platz No. 20, nahe beim Eingang wurde es dann, weil leicht zu befahren.

 

Am nächsten Tag auf unserer Radtour rund um die Lagune von Porec hatten wir es dann auch schon wieder gefunden - unser kommendes Stamm-Restaurant in Porec - "by Willi" - köstlich dort zu Mittag gegessen.

 

Nach neun Nächten in Porec und ausreichenden Mengen Cevapcici, Raznici und Pleskavica haben wir uns am 3. Juni auf den Weg nach Hermagor in Kärnten gemacht. Der Schluga Camping in Obervellach war das Ziel. Das Wetter war schön und die Fahrt durch Slowenien und den Karwankentunnel sehr angenehm. Der kommende Montag brachte uns nach langer Zeit mal wieder einen Regentag, den Agnes zum Waschtag erklärte, was sich auf diesem Campingplatz als ncht so ganz unproblematisch herausstellte. Vom vielen hin- und herfahren zwischen Waschmaschine, Rezeption und Trockner war sie am Ende nasser als die Wäsche, die eben nicht trocken war, weil der Trockner ständig besetzt war und unsere Wäsche letztlich zwischen den nassen Vorzelten abreisender Hölländer luftgetrocknet werden mußte.

 

Den 6. Juni haben wir für eine ausgedehnte Radtour nach Kötschach-Mauthen genutzt, um dort evtl. Waltraud und Theo Dammertz zu treffen, die, wie wir wußten, z. Zt. dort auch in ihrem Haus weilten. Nach geradelten 36 km über Stock und Stein, immer entlang der Gail und einem guten Mittagessen im Gasthof Engl, haben wir dann ersten zaghaften Telefonkontakt zu den beiden aufgenommen. Wir fanden sie auf irgend einer entfernten Alm, zu der sie, zusammen mit Ludger Schütz, der ebenfalls zu Besuch in Kötschach weilte, einen Ausflug gemacht hatten. Sie luden uns spontan für den darauf folgenden Freitag ein. Um Hol- und Bringaktionen zu vermeiden, sind wir dann am 7. Juni auf den Alpencamping von Sepp Kolbitsch nach Kötschach umgezogen.

Alpencamping, Kötschach-Mauthen
Alpencamping, Kötschach-Mauthen

 

Pünktlich haben uns Theo und Ludger auf dem Platz abgeholt und wir haben anschließend einige schöne Stunden auf der Terrasse von Waltraud und Theo verbringen dürfen. Dir, liebe Waltraud, unserer besonderer Dank für die tolle Jause, die Du vorbereitet hattest. Sie war ebenso phantastisch wie Euer Haus und der von "Sensen-Luggi" beeindruckend gut gemähte Garten mit neu angelegtem Bachlauf. Die folgenden Fotos zeugen davon.

 

Am Samstag, den 9.6. hat uns Theo, um uns die nähere Umgebung ein wenig näher zu bringen, noch zu einer kleinen Tour abgeholt, die auf der Ödenhütte, von der aus man bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick in das Gailtal hat, mit einem guten Verlängerten endete.

s'Wirtshaus, Kötschach-Mauthen
s'Wirtshaus, Kötschach-Mauthen

Ein Abschlußessen mit den beiden Wahlkötschachern gab's am darauf folgenden Sonntag bei Andreas im s'Wirtshaus.

 

Am Montag, den 11.6. haben wir dann Kötschach-Mauthen verlassen mit Ziel Matrei in Osttirol. Die 60 km Fahrtstrecke waren schnell abgespult, der Campingplatz in Matrei mit max. 10 Parteien belegt und das Wetter war bescheiden. Es regnete in Strömen. Der Hunger trieb uns trotzdem hinaus in das Zentrum von Matrei; aber welch böse Überraschung - nicht ein Restaurant vorhanden in diesem Dorf. Lediglich eine Metzgerei mit Imbis war zu finden - na ja. Das war Grund genug gleich am nächsten Morgen weiterzufahren nach Kössen auf den Eurocapmp. Der Wohnmobilstellplatz neben dem Camping super gelungen, alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten unmittelbar am Fahrzeug zu € 16 /Nacht (ACSI) plus Umwelt- und Kurabgabe.

Eurocamp, Kössen
Eurocamp, Kössen

 

Das Wetter war schön und wir haben die kommenden Tage für Radtouren in die nähere Umgebung genutzt, u.a. nach Walchsee, um zu sehen, wie es dort jetzt ausschaut, nachdem die Restaurant-Pächter auf dem Camping Seespitz gewechselt haben.

 

Am Donnerstag, den 14. Juni gings zum Schuhkauf nach Kufstein und als wir von dort zurückkamen, stand ein fast baugleicher Concorde Charisma neben unserem Standplatz. Mit der netten Besatzung Marianne und Bernd waren wir schnell bekannt und haben auch einige nette Stunden bei gutem Essen auf der Kaiseralm und im Campino miteinander verbracht.

so sehen fröhliche Camper aus
so sehen fröhliche Camper aus

 

Am 15. Juni kam die Nachricht, dass die Baugenehmigung für unseren Bungalow eingetroffen ist, was dann dazu führte, dass wir am 17. Juni in Kössen gen Heimat aufgebrochen sind, wieder mit einer Übernachtung in Kitzingen am Main - überschattet von einem tragischen Erlebnis. Ein 25-jähriger junger Mann ist übermütig von der Mainbrücke gesprungen und konnte erst nach mehr als einer Stunde von den Rettungskräften - ein Aufgebot, wie wir es nie zuvor gesehen hatten - tot geborgen werden. Ein trauriger Abschluß einer wunderschönen siebenwöchigen Tour.

 

Besonderer Dank gilt wie immer unserem Schutzengel, der, bis auf einen kleinen blackout an der Laterne im Weinviertel, immer ein wachsames Auge auf uns hatte.