Winter Spanien 2019- 2020

Am 24.11.2019 wollen wir in den diesjährigen Winterschlaf starten. Wir haben folgende Etappen für die Anfahrt geplant:

 

- Meißenheim, Wohnmobilpark Ortenau

- Camping Münstertal

- Wohnmobilstellplatz La Roche de Glun (vor Valence)

- Camping Bon Repos, Santa Susanna

- Camping Alicante Imperium, Villajoyosa

- Camping Mar Azul, Balerma

- Camping Roche, Conil de la Frontera als Endstation

 

Die Gesamtstrecke beträgt 2.880 km. Mal schauen wie's läuft.

24.11.2019

Der Start ist gelungen. Um 9:00 Uhr ging's los Richtung Wohnmobilpark Ortenau in Meissenheim. Keine LKWs unterwegs; wir kamen zügig voran und waren schon gegen 15:00 Uhr vor Ort. Im Winter sehen alle Stellplätze nicht so schön aus, auch der in Meissenheim nicht.

Fachwerkkulisse in Meißenheim

Zu essen bekamen wir auch etwas im Gasthaus "Zur Eintracht". Beim nächsten Besuch im Meissenheim würden wir uns für ein anderes Lokal entscheiden, wenngleich die Gaststube sehr gemütlich war, und wir auch gleich in ein Gespräch kamen mit zwei Wohnmobilisten aus dem Nachbardorf.

Direkt gegenüber vom Stellplatz ist das neue Rathaus der Gemeinde Meißenheim erbaut worden, das so gar nicht in das Gesamtbild der Gemeinde paßt, erinnert es doch mehr an den Frankfurter Flughafenbahnhof als an ein Rathaus in einem von Fachwerkhäusern geprägten Ort. Und das ganze in einer Gemeinde mit 4.000 Einwohnern. Hier wollte sich wohl jemand ein Denkmal setzen.

25.11.2019

Wie geplant fuhren wir am nächsten Morgen zu RSM-Bikes, um unsere "Mobilisten" durchchecken zu lassen. Das ganze dauerte nur eine Stunde und war am Ende auch noch kostenlos.

 

Unserem Plan folgend ging es dann weiter zum Camping Münstertal. Und dort gab es dann gleich die erste Enttäuschung. Die Bure Stube hatte geschlossen.

 

Also beschlossen wir weiter zu fahren nach Bad Bellingen. Dort ist gerade ein städtischer Stelllatz an der Therme in Betrieb genommen worden. Schön angelegt, aber eher ein Park- denn ein Wohnmobilstellplatz.

Es schien auch im Ort nichts zu essen zu geben; aber es war ja auch Montag und alles hatte geschlossen, bis auf die Bacchusstube, die wir zu guter letzt rein zufällig fanden, und wo wir auch recht ordentlich gegessen haben.

 

26.11.2019

Bad Bellingen lieferte auch gleich einen kostenlosen Weckdienst. Pünktlich um 8:00 Uhr fuhren Bagger und LKW vor und bauten sich neben uns auf, um ein paar kleine Pflanzlöcher ins Erdreich zu buddeln.

Wir ergriffen die Flucht in Richtung Frankreich. Unseren Plan, den Wohnmobilstellplatz in La Roche de Glun anzufahren, hatten wir aufgegeben und uns unterwegs entschieden einen Stellplatz südlich von Valence anzufahren in Les Granges Gontardes, Weingut Caveau Le Dome d'Elyssas. Absolut ruhiger Platz für ca. 8 Fahrzeuge, kostenlos, Strom

€ 5,--/N. Der Wein war sehr gut und ist zu empfehlen. Keine Restaurants in der Nähe, also Bordverpflegung.

27.11.2019

Weil wir sehr gut voran kamen, haben wir unser geplantes Etappenziel Santa Susanna auch verworfen und sind durchgefahren bis zu Spätzle Fritz. Eine sehr gute Entscheidung. Das letzte Zigeunerschnitzel in diesem Jahr war köstlich.

28.11.2019

Jetzt sind wir wieder im Plan. Die Fahrt verlief zügig und wir hatten noch genügend Zeit zu Paco nach Orcheta zu fahren, um dort, wie schon vor 25 Jahren, ausgezeichnet zu Mittag zu essen. Wir aßen die Tapaskarte rauf und runter.

Gut gesättigt fuhren wir dann die letzten acht Kilometer zum Camping Alicante Imperium in Villajoyosa (Alicante). Man hatte noch Platz für uns und wir quartierten uns für zwei Nächte dort ein.

29.11.2019

Den Vormittag nutzten wir für eine Radtour an den Strand von Villajoyosa und den obligatorischen Cafe con Leche, dieses Mal im Club Nautico.

Zu erwähnen sind noch die Temperaturen. Seit gestern müssen wir uns an 23-24°C und strahlenden Sonnenschein gewöhnen.

30.11.2019 

Morgens gegen 9:00 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Balerma bei El Ejido (Almeria) gemacht, unserer vorletzten Station. 

Wir hatten Glück. Noch war der Platz nicht gefüllt und wir haben schnell eine leicht anzufahrende Parzelle (No. 210) gefunden. 15:00 Uhr, es war die typische Zeit für ein spanisches Mittagsmenü. Wir schwangen uns auf die Sättel

und fuhren (vor schneebedeckten Bergen im Hintergrund) zielstrebig zum Restaurante Johanna, direkt an der Fußgängerpromenade von Balerma. Die Terrasse war gut gefüllt, aber wir bekamen noch einen Tisch und orderten das obligatorische Menu del Dia (€ 10,--). Es besteht aus vier Gängen plus Café. Alles war ausgezeichnet, so dass wir gleich für den nächsten Tag reserviert haben. Es erwartet den Gast eine Riesenauswahl an Vor- und Hauptspeisen - ehrliche spanische Hausmannskost. 

Das ist eine klare Empfehlung!

1.12.2019

In der Nacht hatten wir ein paar leichte Regentropfen. Es ist auch zum Frühstück noch bewölkt. Die Aussichten sind etwas schlechter als in den zurückliegenden Tagen. Wir lassen es ruhig angehen und bereiten uns auf das Mittagessen bei Johanna vor.

2.12.2019

Früh morgens machen wir uns auf den Weg zu unserer vorerst letzten Etappe nach Conil de la Frontera zum Camping Roche. Wir fahren mautfrei bis Fuengirola und nutzen ab da die AP 7 bis San Roque und von dort die N 340 bis zum Ziel, das wir gegen 15:00 erreichen.

 

Gefahrene km bis hier:            3.037

duchschnittlicher Verbrauch:   11,7 l / 100 km

Duchschnittsgeschwindigkeit:  74km/h

Gesamtfahrzeit:                       40 Std. 39 Minuten

Mautgebühren:                        ca. 230 €, davon allein 200 € in Frankreich

 

Wir stellen uns nur auf die Parzelle und treffen uns kurze Zeit darauf mit lieben Bekannten zu einem Willkommensschluck (es wurden dann mehrere) in Titas Campingrestaurant.

3.12.2019

Wir richten uns langsam ein. Das Wohnmobil wird vom Schmutz der Reise befreit. Nach getaner Arbeit geht's mit den Rädern in die Stadt. Unser Stammlokat El Pasaje hatte Ruhetag, so dass wir beim Nachbarn Manolo eingekehrt sind. Das hätten wir besser gelasen, denn so schlecht haben wir in all den Jahren in Conil noch nicht gegessen. Lammkoteletts ganz ohne Fleich - nur je drei Knochen mit einer schaumigen Masse, die Kartoffelpüree sein sollte, wurde uns als Hauptgericht serviert. Wir haben es komplett zurückgehen lassen. Man kann eben nicht immer gewinnen.

Wir haben eine Eckparzelle und sichern gegen Abend erst einmal unser Wohnmobil mit Ulmer Reiter und Flatterband ab.

5.12.2019

Ich hole unseren Leihwagen in Jerez am Flugplatz ab. Diese Übung verlief nicht komplikationslos. Schlüsselübergabe und Papierkram dauerte keine zehn Minuten und ich machte mich auf zur Box 27 von Goldcar. Der bereits erheblich verbeulte Opel Corsa stand da wo er stehen sollte. Ich stieg ein und drehte den Zündschlüssel herum. Es tat sich nichts. Er blieb stumm. Ich stieg aus, um nach der Goldcar Mitarbeiterin zu schauen, hörte kurz darauf einen leichten Knall, machte mir aber keine weiteren Gedanken. Die Mitarbeiterin war schnell gefunden und ich sagte ihr, dass der Wagen nicht anspringt und ging mit ihr gemeinsam zurück zu Box 27. Das Auto stand nicht mehr da. Es hatte sich selbständig gemacht, war über die Strasse gerollt und auf der gegenüberliegenden Seite gegen einen Metallmast geprallt. Weitere Beulen waren die Folge.

Beulen machen hungrig. Und so führte uns die erste Fahrt nach Chiclana ins Restaurante Popeye. Steak und Dorade waren ausgezeichnet.

Der allwöchentliche Campertreff in Titas Camping-Restaurant rundete ab 17:00 Uhr den Tag ab.

6.12.2019 (Feiertag)

Heute haben wir auf Empfehlung die Venta La Higuera in El Colorado getestet. Wir müssen sagen, das war ein guter Tipp. Wir haben dort ausgezeichnet gegessen und werden sicher wieder mal hingehen.

7.12.2019

Heute ist Einkaufstag, denn kommenden Montag ist schon wieder Feiertag. Anschließend Strassenparty auf dem Campingplatz.

8.12.2019

Die Grillsaison wird eröffnet!

9.12.2019

Wolfgangs Kochstudio wird aufgebaut und mit einem züftigen Paprikagullasch eingeweiht.

10.12.2019

Markt in Chiclana. Hier werden wieder unsere Altkleider aus den bekannten Sammlungen in Bergen verhökert.

12.12.2019

Heute morgen Ausflug mit Uschi und Jürgen nach San José de la Valle in die Bodega La Parilla Alta zum Weinkauf und anschließend auf einen Café con Leche in die Venta La Caminera in San José de la Valle.

Anschließend Tapas in der Venta La Higuera und ab 17:00 Uhr Campertreff in Titas kleiner Kneipe.

20.12.2019

Das Wetter in den letzten Tagen war nicht sonderlich gut. Regen mit Sturm war an der Tagesordnung, so dass wir nicht viel unternehmen konnten. Fünf bis sechs Meter hohe Wellen konnten wir am Strand von El Palmar beobachten.

21.12.2019

Die Vorweihnachtsschlacht am Schinkenstand von Mercandona.

22.12.2019

Morgens ein Frühschoppen mit den Nachbarn und abends Weihnachtsfeier in Titas Restaurant mit 3-Gänge-Menü und (zu) lauter Musik. Wir suchten das Weite.

24.12.2019 Heiligabend

Wie in den Jahren zuvor hatten wieder fleißige Hände eine open air Weihnachtsfeier organisiert. Alle Teilnehmer leisteten einen Beitrag für das Büffet, heiße Würstchen wurden aus der Umlage finanziert. Die Teilnehmerzahl erreichte mit mehr als 80 Personen neue Höhen.

26.12.2019

Wir starteten morgens schon früh zu einem Ausflug nach Juzcar, dem Dorf der Schlümpfe.

Es war keine  Saison und nur wenige Besucher hatten sich in das kleine Bergdorf verirrt. Wir nahmen dann auch nur einen Café und ein paar Tapas und fuhren weiter nach Ronda, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Bei der Ankunft dort mussten wir dann feststellen, dass wir nicht im Parador de Ronda gebucht hatten, sondern im Hotel Catalonia de Ronda, bei booking.com, sogar noch besser bewertet als der Parador, was wir auch gerne bestätigen. Das Zimmer war ausgezeichnet und der Service im Hotel sehr gut. Das ist eine klare Empfehlung für Ronda-Besucher. Den Café am Mittag nahmen wir dann doch noch auf der Terrasse des Parador ein, mit schönem Blick auf die berühmte Brücke Ponte Nuevo. Das Abendessen im Restaurante Pedro Romero, gleich neben dem Hotel, sollte man allerdings schnell wieder vergessen. Man kann eben nicht immer gewinnen.

27.12.2019

Das Frühstück haben wir dann auf dem Weg ans Mittelmeer in der Venta Los Almendros, kurz vor San Pedro de Alcantara, eingenommen. Eine wunderschöne Terrasse mit Blick aufs Meer. Das ist eine klare Empfehlung.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Abstecher in den Hafen des Millionärsdorfes Sotogrande gemacht. Bemerkenswerte Bötchen liegen dort.

2.1.2019

Wir haben unseren ersten Leihwagen zurückgegeben. Der Frontschaden wurde dabei nicht bemerkt, dafür mussten wir aber € 30 berappen, weil wir den Wagen zuvor nicht ausgesaugt hatten.

Im Gegenzug haben dann für die nächsten vier Wochen einen Fiat Cinquecento mitgenommen.

5.1.2020

Bis zum 5.Januar 2020 gab es keine weiteren spektakulären Ereignisse - aber dann! Nachbarin Uschi hatte Geburtstag und annähernd den halben Campingplatz zu einem Umtrunk mit Fingerfood eingeladen.

6.1.2019

Bei einem Ausflug in die nähere Umgebung haben wir dann in El Palmar eine nette Kneipe, direkt am Strand gelegen, gefunden und dort einen Café genommen. Man beachte die besonderen Sitzgelegenheiten auf den nachfolgenden Fotos! Auch die Speisekarte machte einen recht guten Eindruck. Ich denke, hier werden wir auch mal bei Gelegenheit die Küche testen.

8.1.2020

 

Wir haben uns mal an einem Rezept für Almejas versucht. Es ist auch sehr gut gelungen.

19.1.2020

Heute fand wie jedes Jahr am 3. Sonntag des neuen Jahres die Romeria statt, eine Prozession der etwas anderen Art, zu Ehren des Hl. Sebastian. Ein feucht fröhliches  Erlebnis, an dem nahezu das ganze Dorf mit Pferden, Ochsen- und Eselkarren, Kind und Kegel teil nimmt.

21.1.2020

Die Zeit bis zum 21.1. verlief, abgesehen von der Romeria, unspektakulär. Das Wetter war phantastisch. Ein aufkommendes Tiefdruckgebiet ließ uns zusammen mit Camping Freunden zu einem Ausflug nach Sanlúcar de Barrameda, dem malerischen Städtchen an der Mündung des Guadalquivir, starten. Stadtbummel und Tapas waren angesagt.

Es folgten danach auch vier Tage mit Dauerregen.

23.1.2020

Nachdem wir vor einigen Tagen die Venta Lopez in Chiclana Barrosa und deren phantastsche Steaks kennen gelernt hatten, sind wir heute zum zweiten Mal dort hingefahren. Dieses Mal standen wieder Alemejas als Vorspeise auf dem Programm und anschließend eine Paella - auch sehr gut.

26.1.2020

Auch daheim müssen wir nicht verhungern dank der hervorragenden Steaks der hiesigen Retinto Rinder, die keinen Stall kennen, sondern das ganze Jahr auf der Weide stehen. Das Fleisch wird angeboten bei Carnicas El Alcázar in La Muela, unweit von Conil im Hinterland.

4.2.2020

Einer der kulinarischen Höhepunkte dieses Jahres war die Einladung von unseren lieben Nachbarn Agnes & Hubert. Nach dem obligatorischen Aperitif wurden wir verwöhnt mit Spaghetti Bolognese und einer wunderbaren Herrencreme als Dessert (Rum war deutlich zu schmecken !). Die Krönung war danach der Tortenboden mit frischen Erdbeeren und Schlagsahne. Zufriedene Mienen danken es, wie die nachfolgenden Fotos zeigen.

9. - 10.2.2019

An diesen zwei Tagen wollten wir mal die westliche Seite der Costa de la Luz entdecken.

Über Jerez de la Frontera, Sevilla, Almonte fuhren wir nach El Rocio, unserem ersten Etappenziel, das wir nach ca. zwei Stunden Fahrzeit erreichten. Es war Sonntag und somit ordentlich Leben im Ort; Reiter und Kutschen an jeder Ecke.

Der erste Weg führte uns gleich in die Wallfahrtskirche Eeremita del Rocio, wo die Jungfrau von Rocio verehrt wird. Zu Pfingsten tummeln sich hier bis zu einer Million Pilger, bei nur rund 800 Einwohnern

Raus aus der Kirche, rein in die Kutsche - Stadtrundfahrt mit dem Muliexpress!

Kirchenbesuch, Kerzen aufstellen, Kutsche fahren macht hungrig. Also erst einmal ein paar Tapas und ein Bier gegen den Staub; denn in El Rocio gibt es nur Sandstraßen, kein Pflaster, kein Asphalt, nur Sand soweit das Auge reicht.

So gestärkt konnten wir uns dann auf dem Weg zu unserem Hotel Palacio Doñana machen.

Die Zimmer waren recht schlicht, der Preis mit € 47 / Nacht auch und dafür gab es auch noch ein für spanische Verhältnisse gutes Frühstück. Wir waren zufrieden.

 

Zum Abendessen kämpften wir uns durch den Sand zum Restaurante Cristina, wo wir einige Stunden verbrachten. Schöne Terrasse, sehenswerte Einrichtung, Das Essen war nicht schlecht, aber auch kein Highlight.

Am nächsten Morgen starteten wir gegen 9:30 in Richtung Matalascañas, unserem ersten Etappenziel für heute.

Matalascañas ist eine reine Retortensiedlung, dem Tourismus vorbehalten. Man muss nicht dort gewesen sein.

 

Weiter führte uns der Weg nach Palos de la Frontera am Rio Tinto, bei Huelva.

 

Palos de la Frontera bezeichnet sich selbst als „Wiege der Entdeckung Amerikas“. Von hier aus stach Kolumbus mit den beiden Karavellen Niña und Pinta und der Karacke Santa Maria am 3. August 1492 in See, als er den Seeweg nach Indien entdecken wollte. Das Museum hatte leider geschlossen, so dass wir die Nachbauten der drei Schiffe nur aus der Ferne sehen konnten.

Von Palos de la Frontera machten wir uns auf in das mittelalterliche Städtchen Niebla. Sehenswert sind das historische Stadtbild mit vollständig erhaltener Stadtmauer, der Alkazar oder Castillo de los Guzmanes (eine Burg, die in die Stadtmauer integriert ist), die Kirchen San Martín (Ruine) und Santa María de la Granada (ehemals Moschee) und die römische Brücke über den Río Tinto.

Als letzte Station auf unserer Tour haben wir uns dann noch den

angesehen, ca. 7 km von der Stadt Hinojos entfernt, im tiefen Pinienwald der Doñana verborgen. Für uns keine Option, aber der Ruhesuchende ist hier genau richtig.

Nach rund 600 km war unsere kleine Rundreise an die Costa de la Luz de Huelva gegen 16:30 Uhr beendet. Insgesamt ein schönes und abwechslungsreiches Erlebnis.

15.02.2019

Nachdem wir am 14.2. bei den drei Brüdern (Los 3 Hermanos, gegenüber der Einfahrt zur Tiefgarage der Markthalle) zum zweiten Mal gute Tapas gegessen haben und dabei im Nachbarcafé Mimaté die ehemalige Wirtin des Club Nautico im Hafen von Conil entdeckt haben, sind wir mal zum Frühstück ins Café Mimaté gefahren. Eine gute Wahl, Top Frühstück zum kleinen Preis.

16.02.2020

Heute haben wir mal eine Rein-Tour gemacht - mal hier rein, mal da rein. Angefangen hat unsere Tour wieder beim Café Mimaté, das aber leider geschlossen hatte. Somit sind wir zum Café Atalaya gefahren und haben dort gefrühstückt.

Pünktlich um 12:30 öffnete die Micro-Brauerei "Cerverzeria Esparte Conil" in der Calle Canarias. Wir waren die ersten Gäste. Vier Biere aus eigener Herstellung waren im Angebot. Wir starteten unsere kleine Bierprobe mit einem Indian Pale Ale und einem Blond. Leider beide Biere nicht unser Geschmack, so dass wir unsere gerade begonnene Bierprobe schnell wieder abbrachen.

Auf der anschließenden Suche nach fester Nahrung wurden wir fündig an der Plaza Espana in der Tapas-Bar "La Tabernita", die der ehemaligen Wirtin des Restaurants auf Rosaleda Camping gehört. Freundliche Bewirtung, leckere Tapas. Wir kommen gerne wieder.

So gestärkt machten wir uns auf den Rückweg und kehrten noch auf ein paar Bierchen bei Tita ein.

17.02.2019

Wieder eine nette Tapas-Bar (wieder-) entdeckt. La Almazara, direkt am Löwenbrunnen. Sechs verschiede Tapas probiert, alle sehr gut. Auch eine klare Empfehlung.

19.02.2019

Wir fliegen für zwei Wochen nach Hause und kommen am 4.3.2020 wieder zurück, um dann so langsam unsere Zelte in Conil bis zum nächsten Winter abzubrechen.

Für Eurowings war das heute die erste Landung in Jerez de la Frontera. Der Airbus A320 war nur mit 45 Personen besetzt, so dass Check-in und Boarding reibungslos in kürzester Zeit abgwickelt werden konnte. Auch das gebuchte Taxi stand am Flughafen Düsseldorf bereit, so dass wir schon um 14:00 Uhr zu Hause eintrafen.

20.02.2020

Kaum sind wir abgereist, gehen die Nachbarn schon ohne uns in die Venta Lopez und kümmern sich um die Steaks.

23.02.2019

Während wir in Deutschland sind, bewacht Paul unser Wohnmobil.

04.03.2019                                                                                                  Wie geplant fliegen wir pünktlich morgens um 6:20 Uhr ab Düsseldorf wieder zurück nach Jerez. Alles verläuft äußerst pünktlich und wir können sofort unseren nächsten Cinquecento übernehmen und sind um 11:00 bereits wieder in Conil.

 

Wir planen jetzt noch bis zum 10.3. zu bleiben und dann die Heimreise anzutreten, um Ende März wieder zu Hause zu sein.

 

 

10.03.2019                                                                                                  Pünktlich um 8:00 starten wir Richtung Mittelmeer. Angedacht ist Almerimar als erster Zielpunkt. Doch bereits in Torrox verließen wir die A7, um uns den Stellplatz

 

Camper Area MiluCar, Campercontact 9,1!!!, € 12,--,
Caretera El Peñoncillo S/N, 29770 Torrox Costa, Andalucia
Tel: +34689515461  Zweites Telefon: +34631923046

Email: info@milucar.es
N 36.73259, W 3.94293N 36°43'57", W 3°56'35"

 

anzusehen, der bei Campercontact mit 9,1 recht hoch bewertet ist. Der Platz ist leider voll belegt und so landen wir in Caleta de Velez im Sporthafen, der ca. 25 Stellpätze auf Asphalt anbietet (€ 9,55 / Nacht über Automat und Schrankemit Kennzeichenerkennung). Leider sind nur 5 Stromanschlüsse verfügbar, die natürlich schon alle belegt waren. Direkt beim Stellpatz gibt es ein paar kleine Restaurants, mit Blick auf den Bootshafen.                                                                                                       

 

 

11.03.2019                                                                                                  Heute wollen wir den Stellplatz

 

Anibal
Calle N -332 km 3,37, 30880 Águilas, Murcia, Campercontact 7,9, € 7,--, füllt deutsche Gasflaschen
Tel: +34968414259
N 37.38893, W 1.61554
N 37°23'20", W 1°36'56"

 

anfahren, um dort unsere Gasflasche aufzufüllen, die bei Agnes 24-Stunden- Backofen-Härtetest ein wenig gelitten hat. Schauen wir mal, ob das dort möglich ist, wie einige Camper berichten. Es ist möglich! Füllung ca. € 12.

 

Gegen 12:30 sind wir am Stellplatz. Er liegt hinter einer Tankstelle, ist durch Zutritt-System gesichert, kostet € 7,--/Nacht+ € 3,-- Strom (6  Amp.). Duschen schlägt mit € 2,--/Person zu Buche. Waschanlage, auch für Dickschiffe, steht zur Verfügung. Zum Strand ca.1  km, Restaurants ca. 2 km.

12.3.2020

Wir machen uns auf den Weg nach Los Alcazares am Mar Menor. Dort haben wir uns für den in 2019 neu angelegten Stellplatz

 

Camping Mar Menor

Ctra RM-F34, sn. Junto al aeropuerto de San Javier Camping, 30720 San Javier, Murcia, 30730 San Javier, Murcia [30] / Spanien

Tel: +34652061698 | Zweites Telefon: +34629148158

Email: hola@campingmarmenor.com |

N 37.76739, W 0.81838
N 37°46'03", W 0°49'06"

 

Es handelt sich um einen ehemaligen Campingplatz, der jetzt stufenweise in einen perfekten Wohnmobil-Stellplatz umgewandelt wird. Die Parzellen sind alle 100 qm groß und bieten auch Dickschiffen mit Hänger und PKW ausreichend Platz. Die Sanitäranlagen sind perfekt und werden ständig gereinigt. Im Winter ist die Gebühr € 10 / Nacht incl. Strom (16A).

 

Das angrenzende Restaurant können wir nicht empfehlen.

 

Wir haben zwei Nächte hier verbracht und schöne Radtouren unternommen. Allein die Uferpromenade ist ca. 8 km lang.                

Nachdem am 13.3. Neuankömmlingen der Zugang zum STP wegen des Corona Virus auf behördliche Anweisung verwehrt wurde, haben wir uns entschlossen am nächsten Vormittag weiterzufahren und Spanien auf dem schnellsten Wege zu verlassen.

14.3.2020

Wir haben unsere "Flucht" zeitig begonnen und durchgefahren bis Port La Nouvelle in Südfrankreich.      

 

Aire Camping-Car Park Port la Nouvelle
Chemin des Vignes, 11210 Port la Nouvelle, Occitanie

Tel: +33183646921

Email: contact@campingcarpark.com |

GPS:

N 43.01375, E 3.04077
N 43°00'50", E 3°02'27"

 

Es handelt sich um einen einfachen Stellplatz, durch Schrankensystem gesichert, parzelliert, Kosten € 11,23/ Nacht incl. Strom. Als Durchgangsplatz gut geeignet, sehr ruhig.

                           

15.3.2020

Wir starten wieder früh, um noch am gleichen Tag Deutschland zu erreichen. Geschafft - um 17:00 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Münstertal und sitzen schon 20 Minuten später bei einem guten Alpirsbacher Export in der Bure Stube und gönnen uns das Tagesmenü.

Bemerkenswert war wieder das Dessert!

16.3.2020

Wir merken, dass wir wieder in Deutschland sind!
T

Traute Zweisamkeit in Baseball Cap, Bademantel, Socken und Sandalen auf dem Weg ins Hallenbad. (Der Sohn unserer spanischen Friseurin hatte ganau dieses Outfit als Karnevalskostüm gewählt - er verkleide sich als deutscher Touri, hatte er seine Mutter wissen lassen)

Der Wetterbericht verspricht 21°C. Wir machen eine Radtour nach Staufen und Umgebung.  Die Radtour war nicht von langer Dauer. Covit-19 hielt uns vom Besuch im Stadtcafé ab. So entschieden wir uns heute mal gegen das Abend- aber für das Mittagessen auf der Terrasse der Bure Stube.

 

Es bediente uns Conny, wie wir später auf der Rechnung nachlesen konnte. Conny, eine schon etwas in die Jahre gekommene, ebenso freundliche wie vergessliche Bedienung, kümmerte sich um uns und die anderen Terrassengäste.

 

Zum Essen war es noch ein wenig früh und so bestellten wir zunächst einmal halben Liter Spätburgunder Weißherbst und eine Flasche Wasser. Der Weißherbst kam zügig, was nicht kam war das Wasser. Auf unserer schüchterne Frage nach dem Wasser erwähnte Conny schon mal ihre Vergesslichkeit. Nach einiger Zeit brachte sie das Wasser, stellte aber dabei gleich fest, dass sie nunmehr die Gläser vergessen habe - und sprach jetzt schon von Selbstzweifeln.

 

Zwischenzeitlich hatten wir uns auch für das Essen entschieden und bald lieferte Conny auch schon den Salat, stellte dabei fest, dass noch immer die Gläser für das Wasser fehlten. Kurz darauf kamen die Wassergläser.

Jetzt merkte sie fest, dass sie Brot und Butter, das üblicherweise zusammen mit den ersten Getränken gereicht wird, vergessen hatte. Jetzt sprach sie schon von Peinlichkeit. Wir bekamen aber beides noch und aßen es heute eben nach dem Salat.

 

Dann aber lief Conny zur Hochform auf. Sie servierte die Hauptgerichte. Jägerschnitzel für Agnes, Leberle in Rotweinsoße für mich. Da sie aber Salat- und Vorseisentellerchen zuvor noch nicht abgeräumt hatte, bot ich hierzu meine Hilfe an, denn sonst wäre auf dem Tisch kein Platz mehr für die Hauptgerichte gewesen. Sie hatte es auch nicht so sehr mit der Waagerechten und so ließ sie dann zum Dank für meine Hilfe Soße über den Tellerrand auf meine Hose laufen. Wir hatten ja K2R im Auto, nahmen das Ganze also eher amüsiert.

 

Als ich später nach meinem Pullover griff, den ich auf dem Nachbarstuhl deponiert hatte, stellte ich fest, dass auch dieser von oben bis unten mit Soße besudelt war. Darauf angesprochen sagte Conny, sie habe auch schon die Soßenspur entdeckt, die kurz hinter der Küche begann und über meinen Pullover hinaus bis auf mein rechtes Hosenbein reichte. Ich bin dem Koch unendlich dankbar, dass er genügend Soße beigegeben hatte, denn sonst wäre das Ganze eine recht trockene Angelegenheit geworden, bei der Menge Soße die Conny auf dem Weg verteilt hat.

 

Das sei wirklich nicht ihr Tag (wir haben inzwischen Zweifel, dass andere Tage besser verlaufen) sagte Conny entschuldigend und bot mir einen Espresso auf Kosten des Hauses an. Der Obstler den ich mir dazu bestellt habe, ging dann auch noch aufs Haus. Mental  ausgeglichen von unserem Langzeitaufenthalt in Spanien konnte uns das alles nicht erschrecken. Wir fanden das eher erheiternd, denn als Katastrophe. Das ließen wir auch Conny wissen, die das - so glaube ich - auch dankbar zur Kenntnis nahm; denn auch an den Nachbartischen schien es nicht wirklich optimal zu laufen, wie wir den Kommentaren der anderen Gäste entnehmen konnten.

 

Danke Conny, Hose und Pullover sind wieder o.k. !

19.3.2020

Die Corona-Krise greift weiter um sich. Der Campingpatz in Münstertal wird zum Wochenende vollständig geschlossen. So beschließen wir kurzfristig auch nach Hause zu fahren und uns in freiwillige Quarantäne zu begeben.

 

Die Rückfahrt verläuft problemlos, kaum Individualverkehr in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Erst in NRW nimmt der Verkehr wieder zu. Gegen 15:00 sind wir wieder daheim.

 

gefahrene Strecke:     5.980 km                                         Verbrauch:                  12,0 l / 100 km

 

Eine schöne Reise mit vielen netten Erlebnissen geht zu Ende. Was bleibt ist, uns bei unserem Schutzengel zu bedanken, der wieder ein wachsames Auge auf uns hatte. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Reise, wer weiß wann und wohin?