Mai 2022 - "Ziellos"

 

Am 2.5.2022 sind wir, wie geplant, gegen 9:00 Uhr gestartet,

 

 

mit dem Ziel Marktheidenfeld. Das Wetter war gut, es schien die Sonne und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir den Stellplatz in Marktheidenfeld, auf dem noch ausreichend Platz war.

 

 

Zum Abendessen war es noch zu früh, also erst einmal in die örtliche Eisdiele auf einen Cappuccino, zu erschwinglichen € 1,80. Die Eisbecher hingegen waren nicht mehr unter € 10,-- zu haben. Das kann eigentlich nichts mit dem Ukraine-Krieg zu tun haben.

 

 

Während wir am Mainufer warteten, dass die Zeit zum Abendessen verstreichen möge, zog ein riesiger Kreuzfahrer unter Schweizer Flagge an uns vorbei.

 

 

Um 17:00 Uhr öffnete unser Lieblingslokal in Marktheidenfeld, das Bräustüble. Wir hatten Glück - es war fast alles reserviert im Biergarten – und wir bekamen noch einen kleinen Tisch für zwei Personen. Das Essen hat uns entschädigt, Schäufele mit Klößen für Agnes und Spargel mit Schnitzel (2) für mich, die so groß waren, dass sie nicht aufs Foto passten.

 

 

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen (3.5.2022) weiter. Das Etappenziel hieß Oberschwarzach-Breitbach. Hier bietet das Gasthaus Zur Traube sechs kostenlose Wohnmobilstellplätze an.

 

 

Kaum waren wir auf dem Weg zur Terrasse des Gasthauses hatte Agnes schon mit dem Küster der kleinen Kirche „St. Johannes Baptist“, gegenüber dem Gasthaus, Freundschaft geschlossen. Der gute Mann fuhr auch gleich nach Hause, um den Schlüssel für die Kirche (erbaut 1757), zu holen, als er Agnes Interesse erkannte.

 

 

In der Kirche, berichtete er, habe bis vor Kurzem eine spätgotische Schnitzfigur der Anna selbdritt (um 1510), die Tillmann Riemenschneider zugeschrieben wird, gestanden, die jedoch jetzt aus Sicherheitsgründen gegen eine Kopie ausge-tauscht worden sei. Nach einem Bier mit dem Küster gab's Mittagessen -

 

Fränkische, grobe Bratwurst mit Kartoffelsalat für mich und Schweinebraten mit Bärlauch-Spargel für Agnes. Gut gemacht das Ganze.

 

 

 

 

Die Nacht war ausgesprochen ruhig hinter dem Gasthof. Nur ein Mobil hatte sich noch zu uns gesellt.

 

Als ich unsere bisherigen Erlebnisse in den Laptop eingeben wollte, ließ sich plötzlich die Klappe, hinter der sich der Laptob verbarg, nicht mehr öffnen. Auch sanfte Gewalt half hier nicht. Na ja, heute geht’s ja weiter zu Morelo, die werden schon wissen, wie das Teil zu öffnen ist. Direkt nach der Ankunft habe ich über dieses Problem kurz per Email berichtet. Unmittelbar danach der Anruf des Service-Leiters „sofort hochkommen“. Gemacht, getan und in wenigen Minuten war ein neues Klappenschloss eingebaut – Super Service.

 

Das macht hungrig. Wie schon Tradition, auf zum Gasthof „Zum Storch“.

 

 

Agnes hat sich nach dem Essen ins PUMA-Outlet-Center auf den Weg gemacht und ist prompt im Gewitter gelandet und kam patschnaß nach Hause.

 

5. Mai 2022

Heute sollen nun alle Restmängel beseitigt werden. Pünktlich um 7:00 Uhr standen wir vor dem Service-Center.

Der Hof stand voll mit Fahrzeugen. Erschreckend, im hinteren Bereich standen gut 50 Fahrzeuge für die die Klappen fehlten und die somit nicht ausgeliefert werden können.

Nachdem wir in der Lounge gefrühstückt hatten und mit einigen Leidensgenossen ein paar Erfahrungen ausgetauscht hatten machten wir uns mit den Rädern auf nach Schlüsselfeld. Nach ausgiebiger Stadtrundfahrt landeten wir im Biergarten der Brauerei Stern und genehmigten uns auch eins der angeboteten Biere. Wie in alten Zeiten, Selbstbedienung und das Bier wird durch einen Schalter rausgereicht.

Nachdem wir uns zuvor bei unserem Lieblingsmetzger Hermann

eingedeckt hatten mußten wir zum Gasthof Storch nur noch die Strasse überqueren und schon gab's was gutes Essen.

 

So gestärkt machten wir uns auf den Rückweg zum Schlüsselberg und setzten das Warten auf unser Mobil fort. 16:00 Uhr - Feierabend, aber unser Mobil war nicht fertig. Die neue Microwelle war noch nicht final angeschlossen, der Fehler in der Außenbeleuchtung auch noch nicht gefunden und der Mensch der den Teppichboden ausmessen sollte war nicht erschienen. Also morgen früh wieder um 7:00 antreten zur Fortsetzung der Arbeiten. Na ja, kann man nichts machen.

 

Pünktlich am nächsten Morgen standen wir wieder vor "unserer" Halle und es wurde pünktlich mit den Arbeiten begonnen. Gleiches Procedere wie am Vortag, Frühstück in der Lounge und dann warten, warten, warten. Gegen 12:30 dann die erlösende Nachricht - alles fertig. Die Information, dass es sich bei allen Arbeiten um Garantiemängel handelte war nicht bis zum Service-Mitarbeiter durchgedrungen, und er legte uns eine Rechnung von etwas mehr als € 3.000 vor. Das Mißverständnis konnte ausgeräumt werden. Aber ein solcher Preis für eine Microwelle ist schon ein wenig befremdlich. Kurze Einweisung in die neue Technik und gegen 14:00 Uhr konnten wir dann wieder fahren. Wir entschlossen uns, noch einen Tag auf dem Morelo Stellplaptz zu bleiben und erst morgen weiter zu fahren.

7.5.2022

Blauer Himmel, strahlende Sonne schon morgens um 6:00 Uhr. Das läßt hoffen. Jetzt geht's an die neue Heißluft-Microwelle. Die Brötchen reingelegt, die Temperatur auf 200° eingestellt und die Zeit auf 13 Minuten. Perfektes Ergebnis - knusprige Brötchen!

 

Gleich soll es weiter gehen nach Lisberg zum Gasthof Altes Kurhaus - Empfehlung eines Morelo-Fahrers. Dort soll es neben guter Küche auch 16 Stellplätze geben.

 

Es gab nur ca. 10 Stellplätze aber tatsächlich eine ausgezeichnete Küche.

 

 

Von zwei Morelo-Kollegen, die uns ansprachen, bekamen wir den Tipp uns mal den Wohnmobilhafen Bischberg (250 Stp.) anzuschauen.

 

Von dort könne man schön mit dem Rad entlang dem Main bis in die Bamberger Altstadt radeln. Das wollen wir morgen dann mal machen.

 

8.5.2022

Schön früh am Morgen starteten wir in Richtung Reisemobilhafen Bischberg, der nur ca. 8 km von Lisberg entfernt ist. Ein wirklich schöner Stellplatz, direkt am Main gelegen für rd. 250 Fahrzeuge, die alle auf ausreichend dimensionierten Parzellen Platz finden.

 

Schnell waren die Räder herausgeholt und es ging über den gut ausgebauten Radweg, immer entlang dem Main, in die Altstadt von Bamberg, die ca. 7 km entfernt von Bischberg ist.

 

 

Zunächst gab es eine ausführliche Stadtrundfahrt durch alle Altstadtgassen und über zahlreiche Brücken.

 

 

Trotz der recht frühen Stunde herrschte in der Altstadt schon Touristenbetrieb, meist angeführt von Stadtführern, die die historischen Details lautstark erklärten und immer wieder auf die dreizehn in Bamberg ansässigen Brauereien hinwiesen.

 

So genehmigten wir uns erst einmal einen Cappucciono im Biergarten des Hotels Brudemühle, einem alten Traditionshaus in Bamberg.

 

 

Nach einigen weiteren Altstadt-Kilometern haben wir dann im Innenhof des alten Dominikanerklosters, das heute den Gasthof Schlenkerla beherbergt, einen kurzen Frühschoppen mit einem „Fastenbier“ eingelegt.

 

 

Zu Mittag wollten wir dann in unserem Bamberger Lieblingsrestaurant Sternla essen. Schade, es war vollständig ausgebucht, alles war reserviert. Wir entschieden uns dann zurück nach Bischberg zu fahren und dort im Brauerei-Gasthof Sonne zu mittag zu essen.

 

 

Morgen wollen wir nach Beratzhausen weiter fahren zum Landgasthof Friesenmühle, der auch einige Wohnmobilstellplätze anbietet.

 

Der Abend brachte dann eine neue Überraschung. Alarm, Starterbatterie 0,1.V. Fehler war so nicht zu finden, also am nächsten Morgen wieder zurück nach Schlüsselfeld.

 

9.5.2022

Wir starteten gleich morgens früh zurück nach Schhlüsselfeld. Man kennt uns mittlerweile. Aber Gott sei Dank, der Fehler war schnell gefunden. Zwei Sicherungen wurden getauscht und alles funktionierte wieder.

 

Nachdem wir noch einmal entsorgt und das Auto gewaschen hatten, gings Richtung Beratzhausen zum Landgasthof Friesenmühle, den wir gegen 12:00 erreichten.

 

Idylle pur, können wir nur sagen. Umgeben von Bäumen, durchflossen von der Schwarzen Laber liegt dieser Gasthof mit einem wunderschönen Innenhof und Biergarten. Auch das Mittagessen verdient Erwähnung, die besten Schäuferla, die wir je hatten.

 

Ein weiteres Wohnmobil mit österreichischer Besatzung hat sich noch zu uns gesellt. Am Abend haben wir im Biergarten noch einige Gläschen geleert und Erfahrungen ausgetauscht. Man wird sich sicher einmal wiedersehen.

10.5.2022

Über Landstrassen fuhren wir heute Richtung Chiemsee. Wir hatten uns wieder beim Stellplatz Steiner in Übersee angemeldet. Der Weg zog sich hin, so dass wir erst gegen 15:00 unser Ziel erreichten, aber die vorbeiziehende Landschaft hat uns entschädigt.

11.5.2022

Mit Kaisersemmeln, frisch und pünktlich geliefert von Christa begann ein schöner Tag bei strahlendem Sonnenschein. ALDI in Grassau war angesagt. Agnes hatte sich in Bettwäsche verliebt, die unbedingt gekauft werden mußte. Bettwäsche macht hungrig. Und so radelten wir gleich weiter zum Gasthof Ott und haben dort im Biergarten sehr gut zu Mittag gegessen.

Als wir zum Stellplatz zurück kamen, waren Uschi und Jürgen Koza auch angekommen und standen direkt vor uns. Der Nachmittag dauerte bis um Abend und war "recht heiter". Fotos existieren Gott sei Dank nicht.

12.5.2022

Heute hoffe ich auf einen Friseurtermin. Mal sehen ob's was wird. Es wurde nichts, Wartezeit 2 Wochen.

13.5.2022 (Freitag)

Heute ist Regen und Gewitter angesagt. Trotzdem wagen wir es mit dem Rad zum Hinterwirt zum Mittagessen zu fahren. Biergarten geöffnet, die Sonne scheint, doch plötzlich bricht das angekündigte Gewitter herein, als wir gerade mit dem Essen fertig waren. Um nicht nass zu werden, warteten wir an der Theke den Schauer ab. Offensichtlich um unsere Gesundheit besorgt, schüttete der freundliche Kellner mir einen Kräuterlikör ein. Schür-Hakl hieß das Gebräu.

Den 56%igen Alkoholgehalt hatte er verschwiegen und freute sich diebisch wie ich mich schüttelte als das Zeug den Schlund entlang lief.

14.5.2022

Morgen ist Abreise angesagt, es steht Entsorgung auf dem Stundenplan. Mittags noch einmal gut gegessen im Mühlwinkl und, oh Wunder, meine Fahrradtasche, die ich im Oktober 2021 dort vergessen hatte, war noch da. Selbst die Zigaretten waren noch drin. Da gab's Finderlohn für die nette Kellnerin.

15.5.2022

Nach dem Frühstück Abreise Richtung Kärnten. Schnell war die Felbertauernstrasse erreicht und der Tunnel passiert.

Gegen Mittag erreichten wir Oberdrauburg, unser Tagesziel. Der Campingplatz erwies sich als sehr schön. Nur zu Essen gab es nur etwas am örtlichen Imbis - also Currywurst mit Pommes rot weiß, plus zwei Bier (mit € 22,-- kein Schnapper). Das Wetter war schwül und es gewitterte am späten Nachmittag.

16.5.2022

Zum ersten Mal nutzten wir morgens wieder mal die Sanitäranlagen eines Campingplatzes. Unmittelbar nach dem Frühstück ging's los Richtung Klagenfurt zu IVECO, denn wir hatten wieder mal einige Störungsmeldungen. Auf dem Weg dorthin passierten wir Döbriach und wir bekamen nostalgische Gefühle, denn vor 48 Jahren hatten wir hierher unsere "Nach-Hochzeitsreise" gemacht. Selbst den Gasthof zur Post, in dem wir damals immer gegessen haben, gab es noch, nur jetzt in etwas modernerer Aufmachung - Generationenwechsel! Aber das Essen war heute genau so gut wie damals.

Vorher noch eine Radtour entlang dem See bis

17.5.2022

Über Klagenfurt und einen Kurzbesuch in der örtlichen IVECO-Werkstatt geht es weiter in Richtung Unterschwarza zum "Dorfheurigen/Oliver kocht". Der Wohnmobilstellplatz, den wir aus vielen Besuchen zuvor bestens kennen, hat sich nicht wesentlich verändert, nur der Preis liegt jetzt bei € 18 / Nacht incl. Strom, V + E, Dusche.

Wir hatten ihn fast für uns allein. Nur in den Abendstunden kamen eingie Wohnmobile dazu.

Der Biergarten war schön wie eh und je

und wir haben wieder mal ausgezeichnet gegessen.

Und nach dem Essen gesellte sich noch Seniorchefin Rigi (83) zu uns, und wir hatten bis zum Einbruch der Dunkelheit Gelegenheit über Aktuelles und Vergangenes zu plauschen.

Unsere Rigi
Unsere Rigi

18.5.2022

Die Nacht war ruhig. Das Wetter am Morgen war wunderschön, und wir konnten schon vor dem Mobil frühstücken. Am späteren Vormittag stiegen wir auf die Räder und machten uns auf ins ca. 10 km entfernte Mureck. Erster Anlauf war die Sparkasse, zweiter der Friseur im benachbarten Slowenien (die Flussmitte der Mur bildet hier die Grenze).

Kurzer Abstecher zur Schiffsmühle in Mureck

Schiffsmühle Mureck
Schiffsmühle Mureck

und weiter zur Murfähre Weitersfeld, die uns, nur durch die Strömung angetrieben, auf die slowenische Seite übersetzte.

Unmittelbar neben der Murfähre auf slowenischer Seite hatten wir das Restaurant mit dem unaussprechlichen Namen Okrepcevalnica Brod entdeckt. Ein gemütliches Holzhaus mit schöner Terrasse, freundlicher Bedienung und vor allem einer Speisekarte, die der aktuellen Inflation trotzt. Die Halbe Bier gibt's noch für € 2,50, Agnes Forelle für € 10 und meine Cevapcici für € 7 und das in sehr guter Qualität. Das wird wohl noch einmal unser Ziel werden.

 

19.5.2022 - Buschenschank-Tag

Das Wetter ist wieder prächtig. Also machen wir uns auf, die umliegenden Buschenschänken zu besuchen. Der Weg führt uns zunächst nach Seibersdorf zum Buschenschank "Zur Laube".

Wir wurden freundlich von der Wirtin empfangen, stellten aber schnell fest, dass es sich mehr um ein Restaurant als um einen Buschenschank handelt. Das Ambiente im Innenhof war ansprechend, die Preise weniger. Die Qualität der Brettljause war auch nicht das, was man in einem Buschenschank erwartet. Alles kam uns von HOFER (Aldi) recht bekannt vor. Beim nächsten Mal werden wir den auf der anderen Strassenseite beheimateten Buschenschank Luttenberger besuchen, der leider erst später öffnete.

Gezielt fuhren wir anschließend nach Gersdorf zum Buschenschank Schweiger, den wir aus früheren Besuchen kannten. Schon an der Speisekarte erkennt man, dass es sich um einen echten steirischen Buschenschank handelt.

Die Literflasche Zweigelt zu € 9,--, das Wasser dazu für 20 Cent und die Brettljause für € 7,80. Das ist die Süd-Steiermark, wie wir sie seit Jahren kennen.

20.5.2022

Erholung von den Brettljausen. Es war sehr warm und schwül. Wir schonten uns.

21.5.2022

Eigentlich wollten wir heute weiterfahren, entschlossen uns aber, noch einen oder zwei Tage zu bleiben. Heute erwarten wir gegen Mittag Gewitter. Und während wir so warten, kracht es plötzlich neben uns heftig. Älterer Hymer schon durch Tesa-Power Band zusammengehalten, ältere Frau am Steuer, Stromkasten lag flach, Schaden am Fahrzeug heftig, eine weitere Rolle Tesa und dann ging es weiter Richtung Griechenland,

22.5.2022

Abreise gegen 11:00, getankt für € 1,66/l, Zigaretten zu € 4,60, durch Slowenien teilweise über Landstrrassen und wunderschöne Landschaften.

Gegen 15:00 Uhr erreichten wir unser Etappenziel Camping Slapic in Duga Resa bei Karlovac. Natur pur, an einem Fluss gelegen, ohne Parzellierung.

So eine lange Anreise macht natürlich hungrig. Das Restaurant auf dem Campingplatz war uns ja bereits bekannt. So viel die Auswahl leicht, Pivo(€2,50 der halbe Liter, gemischte Fleischplatte (€ 25,--). Wir mussten etwas einpacken lassen; das gab's noch nie.

23.5.2022

Es ist so schön hier, wir bleiben noch. Folgend einige Impressionen vom Campingplatz Slapic.

24.5.2022

Der heutige Tag verlief unspektakulär, sieht man mal von der großen Grillplatte ab, die wir wieder nicht geschafft haben.

25.5.2022

Heute war unser Diättag. Die Platte vom Vortag haben wir im Pool abtrainiert.

26.5.2022

Nach unserem Schwimmtraining haben wir uns auf die Räder geschwungen und sind ins ca. 6 km entfernte Duga Resa gefahren um unsere Vorräte aufzufrischen. Der Supermarkt NLT entpuppte sich, wider Erwarten, als ausgezeichnet, hatte EDEKA-Niveau. Es fehlte an nichts.

Landschaftlich ist es einfach paradiesisch hier.

Anschließend haben wir unsere Diättage wieder hinten angestellt und haben im Campingrestaurant noch einmal nach den Kalorien gegriffen.

27.5.2022

Time to say goodbye. Morgen früh möchten wir diese Idylle verlassen, weil sich Regen angekündigt hat. Letzte Bilder dieser herrlichen Naturlandschaft.

28.5.2022

Wir sind umgezogen. Nach rd. 250 km haben wir unser neues Domicil erreicht, den Wohnmobilstellplatz Tabor in Privlaka bei Nin (Zadar) in Dalmatien. Die Anfahrt über die engen Strassen war teilweise recht abenteuerlich, auch die Zufahrt zum Stellplatz nicht so ganz einfach. Dafür haben wir eine wanderbare Aussicht direkt aufs Meer, eine kleine Marina sowie eine Beach Bar direkt vor der Tür,

Auf der Fahrt die ersten Regenfälle seit unserer Abfahrt und auch tagsüber einige kleine Schauer bei sehr angenehmen Temperaturen um 24°.

 

29.05.2022

Mit den Rädern ging es heue morgen zunächst einmal zu unseren früheren Campingplätzen im Ort, auf die wir heute ob der Größe nicht mehr passen. Vieles hat sich hier in den letzten drei Jahren verändert. Es herrscht ein richtiger Bauboom. Appartmenthäuser sowie Villen schießen wie Pilze aus der Erde. Ein weiteres kleines Paradies verschwindet.

 

Zum Mittagessen fuhren wir nach Nin, in das Restaurant Sokol, das uns aus früheren Besuchen in bester Erinnerung war. Nach wie vor "the best restaurant in town".

 

Auch Nin wird vollständig restauriert hat man den Eindruck. Die vor sechs Jahren zerstörte alte Steinbrücke ist wieder vollständig erneuert, die Strassen gößtenteils neu gepflastert, die alte Stadtmauer konserviert. Hier tut sich was. In fünf Jahren wird es hier richtig teuer. Preislich angezogen hat es jetzt schon heftig im Vergleich mit dem Niveau vor drei oder vier Jahren.

30.5. - 1.6.2022

Das Wetter war durchwachsen, wir hatten die ersten Schauer. So verliefen die Tage recht unspektakulär, abgesehen von unserer täglich Radtour nach Nin ins Restaurant Sokol.

2.6.2022

Es zog uns weiter. Über die Küstenstrasse erreichten wir nach ca. 60 km den kleinen Ort Drage bei Pakostane. Die Zufahrt zum Camping Paradiso war recht abenteuerlich. Die Strasse war nicht nur schlecht, sondern genau vor dem Tor vom Camping auch noch halb aufgerissen weil Kanal gelegt wurde. Wir sind nicht in das Loch gefallen und haben auch die Durchfahrt durch das Tor ohne Blessuren überlebt. Gut, dass wir reserviert hatten. Der Platz war schon sehr gut ausgebucht und wir bekamen eine Riesenparzelle direkt hinter der Einfahrt.

Der Platz liegt an einer wunderschönen Bucht, die von sieben Campingplätzen umgeben ist. Eine kleine Marina befindet sich unmittelbar vor unserem Platz. Aber sonst gibt es weit und breit nichts, keine Beach Bar, kein Restaurant, nichts, einfach gar nichts.

Mit den Rädern machten wir uns auf  nach Drage, das so 3 km entfernt vom Platz liegt. Auf dem Weg dort hin sahen wir am Strassenrand einen Grill mit sich drehendem Spanferkel.

Drage erreichten wir dann nicht mehr! Zu dem Schwein gehörte ein nettes kleines, familiäres Restaurant mit Namen "AS" mit schöner Terrasse. Klar, dass wir blieben.

3.6.2022

Mario, der Besitzer unseres Campingplatzes hatte uns im Restaurant entdeckt, winkte uns zu, doch mal zu ihm nach nebenan zu kommen. Er wollte uns seinen Weinkeller zeigen - herrlich kühl bei den Außentemperaturen von 30°. Wein vom eigenen Weinberg, Olivenöl aus eigenem Olivenhain, Grappa aus eigenem Trester gebrannt, alles war im Keller gelagert. Nur die Schinken waren nicht vom eigenen Schwein, schmeckten aber trotzdem zusammen mit dem Wein, den er uns anbot, ausgezeichnet.

4.6.2022

Heute werden wir mobil. Am Campingplatz Oaza Mira haben wir für fünf Tage einen Leihwagen gebucht.

Erst einmal gut frühstücken unter Oliven.

Die erste Tour ging dann die Küste entlang nach Sibenik.

Die Rückfahrt führte uns dann an etliche kleine Küstenorte, wie Vodice, Tisno, Tribunj, Jezera, Betina, Murter. Einer schöner und idyllischer als der andere. Alle müssen wir im Einzelnen in den nächsten Tagen noch einmal anfahren.

 

Einen Stop haben wir eingelegt in der Bucht von Tribunj bei der Konoba Lanterna, wo wir dann zu Mittag gegessen haben. Um 14:00 wurde der Grill auf der Terrasse angeheizt und heraus kam eine typisch dalamtinische Grillplatte.

5.6.2022

Heute haben wir in Tisno das Restaurant Broscica entdeckt und haben dort so gut gegessen, dass wir uns gleich für den nächsten Tag wieder angesagt haben.

7.6.2022

Am Morgen haben wir erst einmal bei LIDL in Biograd unsere Vorräte ergänzt und können sagen, dass in Kroatien die Inflation noch härter zuschlägt als in Deutschland. Mit einer Rechnung von € 140 für ein paart Teile des täglichen Bedarfs waren wir dabei.

 

Am späten Nachmittag haben wir dann mal einen kleinen Abstecher in die Berge des Hinterlandes gemacht und dann wieder in Tisno zum Essen gelandet. Alle guten Dinge sind drei.

8.6.2022

Heute abend werden wir unseren Mietwagen zurückgeben und planen dann für Samstag den 11.6.2022 den Start wieder Richtung Norden.

 

Am Abend hatte Mario dann sein Gäste zu gegrillten Hühnern eingeladen. Tolle Veranstaltung mit Gitarren Life Musik von Klaus.

11.6.2022

Für heute hatten wir unsere Abreise aus Drage vom Camping Paradiso geplant, musten den Gedanken jedoch verschieben, da vor dem Platz die Strasse wegen Kanalarbeiten aufgerissen war und wir nicht ausfahren konnten.

 

12.6.2022

Heute ist die Ausfahrt frei, und wir fahren gen Norden bis zum Camping Slapic, den wir auf der Hinfahrt auch schon besucht hatten. Mein angeschlagenes Bein ließ uns dann schon gleich am nächsten Morgen weiter fahren in Richtung Österreich.

 

13.6.2022

Gegen mittag erreichten wir unser Stammquartier bei Thomas & Ulli in der Steiermark. Auf dem Weg zum Abendessen trafen wir Rigi, die Seniorchefin, beim Rosenschneiden, die wir dann spontan zum Essen eingeladen haben. Wieder konnten wir ein paar Stunden über alte Zeiten sprechen. Es war ihr so peinlich, dass sie eingeladen war, dass sie am Abend ihrer Tochter Ulli einen Liter Kernöl für uns mitgab.

 

 

16.6.2022

Wir haben, nach einem letzten Frühstück, 

unsere Zelte in der Steiermark abgebrochen und sind nach Kärnten gefahren zum Camping Flaschberger in Hermagor.

17.6.2022

Da ich ja kein Freund bin von Schluga's Wirtshaus haben wir mal wieder den Gasthof Feierabend in Untervellach fürs Abendessen gewählt und waren dort recht zufrieden.

18.6.2022

Mit den Rädern nach Hermagor und zum Mittagessen zum Gail-Wirt. Kein Highlight müssen wir sagen. Vorerst nicht mehr, wenngleich die Terrasse über der Gail wunderschön liegt und unter den Bäumen schattig war.

19.6.2022

Auf der Suche nach dem Gasthof Fliegl sind wir in Grabenstätt im Gasthaus Grabenstätter Hof gelandet. Kein Highlight.

20.06.2022

Heute haben wir den Gasthof Fliegl gefunden. Aber nicht in Grabenstätt sondern in Erlstätt. Eigentlich waren es nur 11 km bis dort hin, aber mit den Umwegen über Chieming und weiteren kleinen Orten wurden es bei uns 22 km. Es hat sich aber gelohnt. Schattiger Biergarten, freundliche Bedienung, typisch bayrische Speisekarte, zu sehr moderaten Preisen. Das ist eine klare Empfehlung.

Einschließlich der Rückfahrt und einem Abstecher nach Übersee zur Eisdiele hatten wir am Ende des Tages 40 km auf der Uhr und einen leicht schmerzenden Hintern.

21.6.2022

Nach dem Frühstück brachen wir unsere Zelte in Übersee ab und machten uns auf den Weg nach Berathausen zur Friesenmühle, die wir auf dem Hinweg auch schon besucht hatten. Alle Stellplätze waren frei und gleich ab in den Biergarten. Man kannte uns noch. Zweimal Schäufele wie gehabt? Klar!

22.6.2022

Nach einer ruhigen Nacht weiter nach Schlüsselfeld zu Morelo. Gleich nach der Ankuft wurde auch schon mit den Nachbesserungsarbeiten und der Mängelbeseitigung begonnen, die ursprünglich erst für den folgenden Samstag geplant waren. Für uns hieß das wieder warten in der Lounge.

Um 16:00 Uhr dann die Nachricht, morgen früh geht's weiter. "Ab 8:30 machen wir so wie wir Zeit und Platz haben weiter". Oh je, wieder ein Tag in der Lounge. So konnten wir Markus Löhrer zuschauen, der gerade seinen Palace gegen einen Alkoven eintauschte.

Um 14:00 Uhr dann die Nachricht - alles fertig. Fehler für die ständig schmelzende Sicherung war ein defekter Widerstand, Klimaanlage nachgezogen, Kühen-Wasserkran wieder gängig gemacht, Plissee-Rollo ausgetauscht, Teppichboden eingelegt und vorgezogene Dichtigkeitsprüfung bescheinigt.

 

Zufrieden starteten wir Richtung Bamberg zu IVECO Stark wegen der ständig aufleuchtenden Warnung "Servolenkung Wartung". Der Hof bei Stark entpuppte sich als ungemütlich und eng und so fuhren wir zum nahegelegenen Stellplatz in Bischberg, auf dem nur 10 Fahrzeuge standen. Mit den Rädern ging es dann wieder in den Ort zum Brauerei-Gasthof Sonne, den wir 8 Wochen zuvor auch besucht hatten.

24.6.2020

Termin IVECO Stark um 7:30. In gut 30 Minuten war ein Update für die Servolenkung aufgespielt. "So jetzt sollte der Fehler nicht mehr aufleuchten", so die Aussage des Elektrikers. Also nochmal auf nach Schlüsselfeld zum Entsorgen bei Morelo und zum Tanken (Gas, AdBlue und Diesel). Beim Motorstart nach der Entsorgung wieder die gleiche Fehlermeldung "Wartung Servolenkung". Wir sollten wieder nach Bamberg kommen, man werde noch einmal nachschauen. NEIN habe ich gesagt, damit fahren wir jetzt weiter! Und so ging es nach Sulzfeld am Main, einem wunderschönen, mittelalterlich-pitoresken Örtchen, das wir bislang noch nicht kannten. Beim Weingut Bernard hatten wir tags zuvor um Reservierung eines Stellplatzes in den Weinbergen gebeten.

 

Um 17:00 Uhr startete eine Weinprobe für die mobilen Gäste, die von der Juniochefin Larissa, ihres Zeichens B.Sc. für Önologie, durchgeführte wurde.Es konnte reichlich probiert werden, was bei dem ein oder anderen schon Wirkung sichtbar werden ließ. Mit zwei netten Essener Mobilisten kamen wir ins Gespräch und waren dann, lange nach Ende der Weinprobe und zwei weiteren Flaschen REGENT die letzten, die nach Hause gingen. Eine gelungene Veranstaltung.

25.6.2022

Wir bleiben noch eine weitere Nacht auf dem Weingut Bernard.

27.6.2022

Gegen 14:00 waren wir dann wieder daheim.

 

Insgesamt waren wir 58 Tage unterwegs,

haben 3.368 km zurückgelegt,

mit einem durchschnitlichen Verbrauch von 15 l / 100 km

Unserem

 

der immer ein wahsames Auge auf uns hatte sei gedankt.

Alles ist gut und störungsfrei verlaufen.